Für viele junge Menschen ist es selbstverständlich, von einem Land in ein anderes zu reisen. Ohne Grenzkontrollen und Papierkram. Auch die 17-jährige Luisa Gundel aus Dinkelsbühl hat schon viele europäische Länder kennengelernt. Darum geht es in diesem Teil der FLZ-Serie zur Europawahl.
Sie hat trotz ihres jugendlichen Alters bereits viel gesehen. Nicht von der ganzen Welt, aber von Europa. Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Tschechien, Slowenien, Kroatien, England – diese Länder hat die 17-jährige Gymnasiastin besucht. Auch eine Schiffsreise von Kiel in Richtung England und entlang der europäischen Atlantikküste hat Luisa Gundel erlebt. „Man konnte viele Länder in kurzer Zeit sehen“, erinnert sich die Gymnasiastin an ihre Seereise.
Die 17-Jährige gehört einer Generation an, für die offene Grenzen in Europa selbstverständlich sind. „Ich schätze es sehr, dass ich diese Freizügigkeit genießen kann“, sagt sie. Und: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht so wäre.“
Ein Nebeneffekt ihrer Reisefreudigkeit: Luisa Gundel beherrscht mehrere Sprachen. Vor allem englisch und französisch, auch ein bisschen italienisch und spanisch. Nach dem Abitur könnte sich die Dinkelsbühlerin gut vorstellen, ein Auslandssemester zu absolvieren. Und beruflich? Die Begriffe „international“ und „länderübergreifend“ fallen ihr dazu ein. Fest steht bereits das nächste Reiseziel: Im Sommer geht es mit der Familie nach Mallorca. Nicht ins Partyzentrum der Insel, sondern auf eine gemütliche Finca.
Luisa Gundel wird natürlich ihr Wahlrecht bei der Europa-Wahl nutzen. Zumal sie bereits als 17-Jährige – im Gegensatz zu anderen Wahlen – ihre Stimme abgeben darf. Sie sieht es als Privileg, dass bei dieser Wahl bereits 16-Jährige abstimmen dürfen. „Man sollte die Chance nutzen, es geht um unsere Zukunft“, sagt sie.
Luisa Gundel ist 17 Jahre alt. Sie ist in Dinkelsbühl geboren und aufgewachsen. Derzeit besucht die Schülerin die 11. Klasse des Gymnasiums. Sie interessiert sich für andere Länder und andere Sprachen.