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Veröffentlicht am 27.06.2023 11:28

EU-Geld für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum

Im Juli 2018 haben die Gailrother das Richtfest an ihrer Dorfscheune begangen. Auch für dieses Projekt flossen Mittel aus dem Leader-Topf der EU.  (Foto: Peter Zumach)
Im Juli 2018 haben die Gailrother das Richtfest an ihrer Dorfscheune begangen. Auch für dieses Projekt flossen Mittel aus dem Leader-Topf der EU. (Foto: Peter Zumach)
Im Juli 2018 haben die Gailrother das Richtfest an ihrer Dorfscheune begangen. Auch für dieses Projekt flossen Mittel aus dem Leader-Topf der EU. (Foto: Peter Zumach)

Voraussichtlich ab Ende Juli können Gebietskörperschaften ebenso wie Vereine oder Einzelpersonen ihre Projekte, die der Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raums dienen, für Zuschüsse aus dem Leader-Topf der EU anmelden. Denn die neue Förderperiode des Programms für die Jahre 2023 bis 2027 startet in Kürze.

Nach dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ unterstützen die EU und der Freistaat Bayern die ländlichen Regionen „auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung“, wie Vorsitzender Herbert Lindörfer und Geschäftsführerin Pia Grimmeißen-Haider von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Region an der Romantischen Straße“ jetzt in Feuchtwangens Stadtrat berichteten. Prägende Elemente seien dabei Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung.

Neu im Fokus: Anpassungsfähigkeit

Als Entwicklungsziele nannte Lindörfer den Ausbau von Tourismusangeboten und den Erhalt des kulturellen Erbes. Dazu kämen die Gestaltung des demografischen Wandels und die Sicherung der sozialen Teilhabe für alle Gesellschaftsgruppen. Ebenso gebe es Geld für Projekte, die eine Region als Standort für nachhaltige regionale Wirtschaftskreisläufe etablieren.

Die Vorhaben sollten dazu beitragen, die Lebensqualität für alle nachhaltig zu sichern und zu verbessern. Neu dazu gekommen sei nun auch der Resilienz-Gedanke, womit die „Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an künftige Herausforderungen“ gemeint sei.

Voraussetzung für die Förderung sei indes, dass die angemeldeten Projekte im Gebiet einer LAG liegen und zur Umsetzung von deren lokaler Entwicklungsstrategie dienen. Zudem müssten die Vorhaben im Auswahlverfahren der LAG eine Mindestpunktzahl erreichen und auch befürwortet werden.

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Die LAG „Region an der Romantischen Straße“, die ihren Sitz in Schillingsfürst hat, umfasst nach Lindörfers Worten 19 Kommunen von Ohrenbach bis Dinkelsbühl mit einer Fläche von 698 Quadratkilometern und mehr als 62.500 Einwohnern. Und sie verfügt über ein Budegt von 1,76 Millionen Euro.

Darüber hinaus sei es der LAG zum Ausklang der zurückliegenden Förderperiode gelungen, noch über eine Million Euro für geeignete Vorhaben in ihrem Bereich zusätzlich zu generieren, so Lindörfer. Denn die nicht ausgeschüttete Summe werde zuletzt im „Windhundverfahren“ verteilt. Und da sei die LAG durchaus erfolgreich gewesen.

Bisher seien insgesamt 2,629 Millionen Euro für Projekte im Bereich der „Region an der Romantischen Straße“ geflossen. Und diese Fördermittel hätten wiederum Gesamtinvestitionen in Höhe von zusammen 7,761 Millionen Euro ausgelöst.

Geld für KulturKino und Nixel-Garten

Als nur einige Beispiele von 39 Projekten, die im Einzugsgebiet der LAG von Leader-Zuschüssen profitiert haben, nannte der Vorsitzende für Feuchtwangen das KulturKino, den Nixel-Garten, den Offenen Bücherschrank im Forstamtsgarten, die Saftpresse des Obst- und Gartenbauvereins, einen Multifunktionsraum in Aichau sowie das Gemeinschaftshaus in Dorfgütingen. Auch der Förderverein der Kreuzgangspiele habe Geld erhalten.

Im Bereich von Schnelldorf flossen Mittel für den E-Ladepark, die Dorfscheune in Gailroth sowie für eine Privatbrauerei in Wildenholz. Ein weiteres Förderprojekt war die Dokumentation des jüdischen Friedhofs in Schopfloch. Zudem erhielt der Kneippverein Dinkelsbühl Geld für die Beschattung seiner Anlage.

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