Die auf mehrere Jahre angelegte Stadtmauersanierung in Dinkelsbühl hat eine weitere Etappe geschafft. Die Arbeiten an dem für 2025 angesetzten Abschnitt der Zwingermauer sind beendet, berichtete Daniel Voigt-Melzer vom Stadtbauamt dem Bauausschuss und gab Auskunft zu einer optischen Neuerung: Auf der äußeren Mauer wird ein Zaun gebaut.
Dabei handelt es sich, so Voigt-Melzer, um eine Absturzsicherung. Denn ohne diese könne der mit den Planungen beauftragte Ingenieur die Gärten für die Nutzung nicht freigeben. Denn die äußere Zwingermauer ragt nur ein Stück über die Ebene der Gärten hinaus, fällt aber zum Stadtgraben hin einige Meter ab. Durch den Metallzaun, den eine Firma derzeit montiert, wird nun eine 1,20 Meter hohe Barriere erreicht. Zuvor hatte es eine hölzerne Einfriedung gegeben.
Die Optik des neuen Metallzauns ist an die Zäune am Kräutergarten sowie an die Grundstücke an der Alten Promenade angelehnt. Das Landesamt für Denkmalpflege gehe bei der Gestaltung mit, so Voigt-Melzer, der mit seinem Sachstandsbericht eine Anfrage von SPD-Stadtrat Paul Beitzer beantwortete. Im kommenden Jahr geht es mit der Sanierung in Richtung „Mauergeist“ weiter.
Beitzers Anfrage umfasste auch die Baustelle in der Altstadt, auf der der Ersatzneubau für das abgebrannte Hotel Luis errichtet wird. Dort bekommen die Schaufenster im Eingangsbereich quadratische Öffnungen. Diese entsprechen der Baugenehmigung, teilte Voigt-Melzer mit. Paul Beitzer verwies demgegenüber in der Sitzung auf die Baugestaltungssatzung. Danach müssen Schaufenster, wie die Leiterin der Bauverwaltung, Isabell Oertel, erläuterte, stehende Rechtecke bilden.
Dieses Kriterium hatte auch das abgebrannte Bestandsgebäude nicht erfüllt. Denn wie die Bauverwaltung nach der Sitzung per Mail den Ausschussmitgliedern sowie der FLZ mitteilte, waren die Fensteröffnungen damals 2,80 Meter breit und 1,90 Meter hoch. Dies entspreche einem liegenden Rechteck.
Außerdem machte die Verwaltung deutlich, dass in den Neubau-Plänen, die dem Bauausschuss vorgelegt worden waren, die quadratischen Fensterformate bereits eingezeichnet waren. Lediglich die Position der Tür sei verändert worden. Sie orientiere sich jetzt am vorherigen Bestand und sei nicht mehr mittig angeordnet.
Im Bauausschuss gab OB Dr. Christoph Hammer Auskunft über das ebenfalls von einem Feuer betroffene Hotel Eisenkrug. Der Bauantrag zur Sanierung sei bei der Stadt eingegangen. Es werde bei der bisherigen Nutzung des Gebäudes bleiben.