Ermittlungen gegen Krach: Verdacht auf Vorteilsannahme | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.09.2026 15:52, aktualisiert am 10.09.2026 19:30

Ermittlungen gegen Krach: Verdacht auf Vorteilsannahme

Die Hannoveraner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. (Foto: Carsten Koall/dpa)
Die Hannoveraner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. (Foto: Carsten Koall/dpa)
Die Hannoveraner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. (Foto: Carsten Koall/dpa)

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach unter anderem wegen des Anfangsverdachts auf Vorteilsannahme in zwei Fällen. Das sagte eine Sprecherin der Behörde am Abend. Zuvor hatten „Tagesspiegel“ und „Berliner Morgenpost“ berichtet.

Daneben geht es laut Staatsanwaltschaft in einem weiteren Fall um wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen in Tateinheit mit der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und der Verletzung der Geheimhaltungspflicht nach dem Gesetz zu Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Die Ermittlungen waren am Mittwoch bekanntgeworden, bislang hatte die Ermittlungsbehörde sich aber nicht dazu geäußert, worum es geht.

Nun hieß es, ermittelt werde seit dem 3. September. Die Taten sollen sich während Krachs Amtszeit als Regionspräsident der Region Hannover zugetragen haben.

Durchsuchungen in Berlin und Hannover

Im Zuge der Ermittlungen hatten Einsatzkräfte am Mittwoch Büroräume Krachs in Hannover, dessen Wohnung im Berliner Ortsteil Schöneberg und die SPD-Landesparteizentrale in Berlin-Wedding durchsucht. Es sei Krachs Handy sichergestellt worden.

Krach selbst hatte am Donnerstag tagsüber umfassend Stellung zum Vorgehen der Staatsanwaltschaft bezogen und die Vorwürfe klar als haltlos zurückgewiesen. Er ging demnach davon aus, dass es sich um Korruptionsvorwürfe handelt. „Ich habe niemals privat Geld angenommen. Und ich habe auch niemals als SPD-Vorsitzender hier in Berlin eine Spende angenommen“, sagte der Politiker. „Ich habe nichts zu verbergen.“ Bei Interesse könnten Ermittler seine Konten einsehen.

Die Ermittlungen fallen mitten in den Berlin Wahlkampf. Am 20. September wird das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Von der Tätigkeit als Regionspräsident ist Krach wegen seiner Spitzenkandidatur zurzeit beurlaubt.

© dpa-infocom, dpa:260910-930-664248/5


Von dpa
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