Auch in diesem Jahr zogen wieder Sternsinger-Gruppen in den Kommunen des Landkreises von Haus zu Haus, um den Segen „20*C+M+B+26”, Christus segne dieses Haus”, zu bringen. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit” lautet das Motto der Sternsingeraktion 2026. Im Fokus steht das südostasiatische Land Bangladesch.
In einem der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde müssen laut der Mission immer noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche oft unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten und können keine Schule besuchen. Dies ist auch in anderen Ländern noch der Fall.
Ziel der Sternsingeraktion ist es deshalb, Kinderrechte zu stärken und benachteiligten Mädchen und Jungen weltweit bessere Zukunftschancen zu bieten. Mit den Erlösen der Spendensammlungen in den Pfarrgemeinden, Schulen, Seniorenheimen, Schulen und weiteren Einrichtungen werden Projekte in der Bildung, Gesundheit, Ernährung, im Kinderschutz, in der Nothilfe sowie die soziale Integration in zahlreichen Ländern unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung von Mittelfranken.
Caspar, Melchior und Balthasar statteten, wie es bereits lange Tradition ist, auch in diesem Jahr wieder Neustadts Bürgermeister Klaus Meier einen Besuch im Rathaus ab. Für ihn sei diese Aktion immer etwas ganz Besonderes, erklärte er und übergab dem Königstrio neben einer Spende auch Süßigkeiten. Die drei Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde „Sankt Johannes” – Elena Huth, Rebekka Kampe sowie Leonie Lippert – und ihre Begleiterin Theresia Rödiger freuten sich darüber. Letztgenannte war nach 30 Jahren nun zum letzten Mal dabei. „Wir gehen gemeinsam in den Ruhestand”, sagte Meier schmunzelnd.
Es sei für ihn immer etwas ganz Besonderes, wenn die Sternsinger ins Rathaus kommen, so Meier. Schön sei, dass sie auch Altenheime besuchten. Insgesamt rund 60 Mädchen und Jungen zogen vor allem am Dreikönigstag nach dem Aussendungsgottesdienst durch das Stadtgebiet und die umliegenden Orte, schauten auch im Krankenhaus und bei der Lebenshilfe vorbei und erfreuten die Menschen mit ihrem Gesang.
Besuch von den Sternsingern erhielt auch Meiers Amtskollege aus Uffenheim, Bürgermeister Wolfgang Lampe. Er empfing diese, wie in jedem Jahr, ebenfalls im Rathaus. Lampe lobte den Einsatz der Aktiven, sich für Kinder zu engagieren, denen es nicht so gut geht. In Uffenheim waren 13 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren in vier Gruppen unterwegs.
Es seien katholische und evangelische Kinder dabei, freut sich Marion Held, die die Sternsingeraktion wieder federführend organisiert. Fünf Betreuende gebe es in diesem Jahr. Auch das freut Held sehr, denn Kinder hatten ihre Eltern mobilisiert, damit diese Aktion weiterhin stattfinden kann. Besucht werden Seniorenheime und rund 100 Haushalte.
Pfarrvikar Florian Sassik ist für das ehrenamtliche Engagement sehr dankbar. „Ohne das geht es nicht.“ Zusammen mit Bürgermeister Lampe würdigte er den Einsatz der Kinder, die ihre freie Zeit für andere Kinder opferten. Der Bürgermeister überreichte nicht nur eine Spende für die Aktion, sondern stellte auch einen Geldbetrag für das Nachtreffen der Sternsinger zur Verfügung. Nicht nur an der Türe des Bürgermeisterzimmers wurde der Segensspruch sichtbar angebracht, sondern auch an der Rathaustüre und dem Eingang zu den neuen Räumen des Bürgerbüros mit Einwohnermelde- und Standesamt.
Unterwegs waren als Caspar, Melchior und Balthasar gekleidete Jungen und Mädchen auch in Bad Windsheim und Umgebung. Zehn Kinder waren am Sonntag und am Montag, vormittags und nachmittags, in der Bad Windsheimer Altstadt und den Seniorenheimen bei eisigen Minusgraden unterwegs. Dabei statteten sie auch Bürgermeister Jürgen Heckel einen Besuch ab, der sich sehr darüber freute. Zum Aufwärmen wurden sie nach ihrem letzten Auftritt vor der Kirche St. Bonifaz noch mit heißem Kinderpunsch und süßem Weihnachtsgebäck belohnt. Der Abschluss der Aktion war am Dreikönigstag dann ein Gottesdienste in der katholischen St. Bonifatius-Kirche, außerdem machte das königliche Trio noch Station, unter anderem auf dem Marktplatz.
Die Kirche besuchten auch die Scheinfelder Mädchen und Jungen, die als Sternsinger unterwegs waren. Allerdings geschah das erst am zweiten Tag ihres Engagements. Bereits am Montag waren sie unterwegs, um auch in den Geschäften in Scheinfeld um Spenden für Kinder in Not zu bitten und den Segen „20*C+M+B+26” zu bringen. Die Sammelergebnisse werden derzeit in den Kirchengemeinden noch ausgezählt.