Ende September soll der Neubau der Brücke an der Reichertsmühle bei Dinkelsbühl abgeschlossen sein und die Staatsstraße in Richtung Wolfertsbronn und Ellwangen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das teilte das Staatliche Bauamt Ansbach auf FLZ-Anfrage mit.
Die Arbeiten lägen bisher im Zeitplan, berichtete Abteilungsleiter Michael Schätzl. Die bauausführende Firma Hähnlein aus Feuchtwangen sei daher guter Dinge, dass das Projekt bis Ende des kommenden Monats planmäßig fertiggestellt werden könne. Auftakt zur Erneuerung war Anfang März.
Das Tragwerk – also die eigentliche Brücke – steht bereits. Dieses wurde laut Schätzl von den Mitarbeitenden der Baufirma vor Ort geschalt und betoniert. Als Nächstes seien nun die Kappen an der Reihe. Damit sind die Erhöhungen an den Rändern links und rechts der Fahrbahn gemeint, auf denen später die Geländer montiert werden.
Dazu seien aber zunächst noch Abdichtarbeiten erforderlich. Diese waren eigentlich schon für Anfang August vorgesehen. Damals sei aber, so Schätzl, der Regen ein Problem gewesen. Zu den weiteren Schritten gehören noch das Verfüllen der Baugrube und das Anpassen des Straßenniveaus, bevor die Fahrbahn der neuen Brücke zu guter Letzt ihre Asphaltschicht bekommt.
Gearbeitet wird, wie Michael Schätzl weiter mitteilte, derzeit auch noch an den Entwässerungsleitungen. Denn das Straßenwasser soll künftig vollständig aus dem Trinkwassergewinnungsbereich der städtischen Wasserversorgung heraus geleitet werden. In der Nähe der Brücke befinden sich nämlich Brunnen der Stadtwerke. Dazu werden 160 Meter Leitung verlegt und Sedimentationsschächte vergraben, damit das Oberflächenwasser nach Regenfällen abgeschirmt und von der Schmutzfracht gereinigt in den Vorfluter gelangen kann. Das sei eine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes gewesen und diene der Sicherstellung der Trinkwasserqualität.
Auch kostenmäßig liegt das Vorhaben laut dem Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt im vorgegebenen Rahmen. Rund 670.000 Euro investiert der Freistaat Bayern.
Das Vorgängerbauwerk im Staatsstraßenabschnitt zwischen Dinkelsbühl und Wolfertsbronn stammte im Unterbau aus dem Jahr 1884 und wurde in den 1950er Jahren mit einem neuen Überbau versehen. Die Brücke, die über einen Ablauf des nebenliegenden Weihers führte, war mittlerweile so schadhaft, dass eine Sanierung nicht mehr in Frage kam.
Im Zuge des Projekts wurde auch die Verkehrssituation verbessert. So ist die Fahrbahn des Ersatzneubaus nunmehr breiter. Außerdem wurde der Kurvenradius im Bereich der Brücke erweitert, was zu einer bessern Sicht führen soll.
Aufgrund der Vollsperrung der Staatsstraße im Bereich der Baustelle wird der Verkehr von Dinkelsbühl über Dürrenstetten und Wört nach Wolfertsbronn umgeleitet. Die Strecke gilt entsprechend auch in der Gegenrichtung.