Neue Erkenntnisse in Sachen Dorfgemeinschaftshaus in Altershausen präsentierte Münchsteinachs Bürgermeister Jürgen Riedel den Gemeinderäten in ihrer Sitzung. Einen echten „Durchbruch“ allerdings gab es noch immer nicht.
Beim Gespräch mit Tobias Lange vom Landesamt für Denkmalpflege habe dieser signalisiert, dass die meisten Wände des Hauses erhalten werden müssten, um eine Genehmigung für den geplanten Bau zu erhalten. „Das macht unseren Wunsch aber zunichte“, betonte Riedel.
Ende Januar, so das Gemeindeoberhaupt, stehe nochmals ein Termin mit Lange an. „Grundsätzlich ordnete er unseren Entwurf von Erich Wacker aus der Altershäuser Dorfgemeinschaft positiv ein. Allerdings ginge damit ein Verlust der Binnenstruktur einher“, erklärte Riedel. So müssten Langes Einschätzungen zufolge einige Wände erhalten werden, was „den von uns gewünschten Raum mit einer Größe für 30 bis 40 Leute unmöglich macht“.
Für Gremiumsmitglied Johanna Huber, die sich daraufhin zu Wort meldete, ist der eingereichte Vorschlag „unsere Minimalforderung“. Dementsprechend solle Fachplanerin Fröhlich einen neuen Entwurf gestalten, der die Entfernung der Wände vorsieht. Gemeinderat Dieter Rößner ging noch einen Schritt weiter: „Wenn es nicht vernünftig genutzt werden kann, dann verfällt das Denkmal halt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Sinne des Landesamtes ist.“ Seiner Meinung nach sollten die Gemeindevertreter im Gespräch Ende Januar „Druck machen“
Bürgermeister Riedel erweiterte anschließend die Diskussion. „Selbst wenn das Vorhaben durchgehen würde, deckt der Raum für 30 bis 40 Leute viele Veranstaltungen nicht ab. Also bräuchten wir noch einen Saal. Und damit landen wir bei Kosten von einer bis anderthalb Millionen Euro. Können wir uns das leisten?“, fragte er in die Runde. „Mir persönlich ist das Risiko zu groß“, antwortete Gemeinderat Reiner Ströbel.
Gremiumskollege Thomas Jordan, selbst aus Altershausen und stets ein Befürworter des Plans, das Gemeinschaftshaus im Faust-Anwesen zu etablieren, kehrte statt dessen zur Ursprungsfrage zurück: Ein weitere, finale Skizze als Gesprächsgrundlage – oder ein Ende des Projekts hier und jetzt? „Ich bitte darum, das Geld für die notwendige Entwurfsplanung zu setzen.“
Das sei, so pflichtete Riedel bei, grundsätzlich kein Problem. „Aber die Grundsatzdiskussion müssen wir führen. Wenn nicht jetzt, dann eben nach der Skizze und nach dem Gespräch. Es gilt, die Emotionen aus dem Spiel zu nehmen und die Fakten gemeinsam auf den Tisch zu bringen und dann zu entscheiden“, so der Bürgermeister.
Das Votum zum Auftrag an Fachplanerin Fröhlich war gespalten: Neun Räte votierten für eine neuerliche Skizze als Gesprächsgrundlage mit dem Landesamt für Denkmalpflege, vier dagegen.