Elf neue Stationen sind geplant | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.03.2023 15:30

Elf neue Stationen sind geplant

Die Schnellladesäule auf dem Parkplatz der BayWa an der Hofmannstraße in Bad Windsheim ist die bislang einzige ihrer Art in der Stadt. Eine weitere soll nun am Kochbräu-Areal folgen. (Foto: Nina Daebel)
Die Schnellladesäule auf dem Parkplatz der BayWa an der Hofmannstraße in Bad Windsheim ist die bislang einzige ihrer Art in der Stadt. Eine weitere soll nun am Kochbräu-Areal folgen. (Foto: Nina Daebel)
Die Schnellladesäule auf dem Parkplatz der BayWa an der Hofmannstraße in Bad Windsheim ist die bislang einzige ihrer Art in der Stadt. Eine weitere soll nun am Kochbräu-Areal folgen. (Foto: Nina Daebel)

Elektromobilität soll die Zukunft sein. Deswegen wollen auch die Bad Windsheimer Stadtwerke den Ausbau der notwendigen Ladeinfrastruktur weiter vorantreiben. Geplant ist nun, elf weitere Standorte mit Ladesäulen auszustatten.

Vor nunmehr sieben Jahren waren die Stadtwerke mit dem Auf- und Ausbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gestartet. Daran erinnerte Markus Fröhlich während der vergangenen Werkausschuss-Sitzung. Fröhlich ist bei den Bad Windsheimer Stadtwerken zuständig für den Bereich „Netzbetrieb Strom“. Den Anfang hatten zwei Wandladestationen, sogenannte Wallboxen, gemacht. Damals war der über sie bezogene Strom noch kostenlos zur Verfügung gestellt worden.

Angebot wird sehr gut akzeptiert

Mittlerweile gibt es sechs Standorte mit zehn Ladepunkten. Im vergangenen Jahr waren dort insgesamt 2175 Ladevorgänge registriert worden. Das sind etwa sechs pro Tag. In 2022 wurden rund 32.040 Kilowattstunden geladen. Das sind durchschnittlich rund 14,7 Kilowattstunden pro Vorgang. Fröhlich zufolge würden diese Zahlen vor allem eines zeigen: Dass die Ladepunkte „sehr gut“ akzeptiert werden.

Weil es für den Ausbau der Ladeinfrastruktur immer wieder Förderprogramme gibt, hatten auch die Bad Windsheimer Stadtwerke versucht, auf diesem Weg an finanzielle Unterstützung zu kommen. Doch entsprechende Anträge waren nicht berücksichtigt worden, wie Fröhlich erklärte. Die Ablehnungsbescheide waren stets ähnlich begründet worden: So waren zum Beispiel die Förderquoten für die jeweiligen Fördergebiete erreicht oder die Mittel schon ausgeschöpft.

„Schwarze Null“ auch ohne Fördermittel

In den Anfangsjahren hätten die Stadtwerke Fröhlich zufolge öffentliche Ladepunkte nur defizitär betreiben können. Während dieser Zeit seien Fördermittel unverzichtbar gewesen. Mittlerweile aber sei man in der Lage, weitere Ladesäulen auch ohne finanzielle Unterstützung errichten und trotzdem noch eine „schwarze Null“ schreiben zu können.

Dabei sind zahlreiche Faktoren bei der Kalkulation zu berücksichtigen. Auf der Seite der Investitionen sind dies zum Beispiel die Kosten für Ladesäule, Netzanschluss, Baukosten und Planung. Die Betriebskostenseite schlägt mit Stromeinkauf, Wartung, Instandhaltung sowie der kaufmännischen Betriebsführung zu Buche. Und auf der Erlösseite sind Nutzungsverhalten, Abgabepreise und der Erlös aus der Treibhausgasminderungs-Quote (THG) zu berücksichtigen.

Fröhlich garantierte allerdings, dass man auch weiterhin die Fördermöglichkeiten im Blick haben und bei Bedarf beanspruchen werde. Aktuell sind rund 130.000 Euro für den Ausbau im Wirtschaftsplan 2023 der Stadtwerke eingeplant.

Bernhard Kisch (CSU) forderte, „möglichst viele“ der neu geplanten Ladestationen barrierefrei zu gestalten und jeden der elf Standorte dahingehend zu prüfen. „Wenn eine Ladesäule mitten im Grünstreifen steht, kommt da kein Rollstuhlfahrer hin“, sagte er. Bürgermeister Jürgen Heckel regte an, dort die Möglichkeit einer Ladesäule zu prüfen, wo Straßen erneuert werden. In diesem Zusammenhang nannte er zum Beispiel die Johanniterstraße und den Heimgartenweg.

Und auch die Ortsteile von Bad Windsheim sollen laut Heckel beim weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur berücksichtigt werden. So ist eine Ladesäule auf dem Friedhofsparkplatz in Ickelheim geplant, eine an der Wagnergasse in Külsheim sowie eine auf dem neuen Parkplatz am Ortsausgang von Külsheim.

Zwei Wallboxen für den Holzmarkt

Der Werkausschuss ermächtigte die Stadtwerke einstimmig, die nötigen Beschaffungen tätigen zu dürfen. Eine Schnellladesäule mit zwei Ladepunkten soll nun am Kochbräu-Areal entstehen. Zwei Wandladestationen – Wallboxen – sollen am Holzmarkt, auf dem neu entstehenden Parkplatz des Gemeindezentrums platziert werden.

Weitere Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten sind an folgenden Standorten vorgesehen: beim Seniorenwohnen an der Berliner Straße, bei der Hermann-Delp-Schule am Breslauer Ring, auf dem Brothaus-Parkplatz an der Buchheimer Straße, auf dem Parkplatz des Krankenhauses an der Erkenbrechtallee, auf dem der Frankenland-Klinik an der Schwarzallee, sowie auf dem Stellplatz des Freilandmuseums am Eisweiherweg.

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