Mit einem einstimmigen Votum des Marktgemeinderates gestärkt kann Bürgermeister Markus Nehmer in Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern gehen. Das Gebiet zwischen Justizvollzugsanstalt, Grundschule und der Staatsstraße 2223 sowie der Herpersdorfer Straße soll bebaut werden.
Im Marktgemeinderat stellte Fachplaner Jörg Bierwagen erste Ideen für das Gebiet vor. Das Areal am nordöstlichen Rand Lichtenaus soll, so Nehmer, den Plannamen „Am Eichelberg“ bekommen.
Direkt an der Herpersdorfer Straße soll Platz für einen Supermarkt entstehen. Der Bürgermeister informierte, dass sich ein privater Projektentwickler einen Verbrauchermarkt „für die Stärkung der kleinräumigen Nahversorgung und zur Optimierung der Daseinsvorsorge“, wie es in der Mitteilung des Unternehmens heißt, vorstellen könne. Es werden „beste Chancen für die Realisierung eines inhabergeführten Nahversorgers“ gesehen. Im Einzugsgebiet für den angedachten Markt leben fast 9500 Einwohner, zitierte Nehmer aus dem Gutachten des Projektentwicklers. In einem Radius von drei Kilometer um den Planstandort seien es mehr als 5000 Einwohner.
Nehmer betonte, dass diese Fläche am nordöstlichen Ortsrand die einzige Möglichkeit Lichtenaus für eine weitere bauliche Entwicklung sei. Der Fachplaner hatte den Gemeinderatsmitgliedern erste Ideen für eine mögliche Bebauung vorgestellt. Es gebe ein Spannungsfeld, so Bierwagen, zwischen der Schule im Westen und der Justizvollzugsanstalt im Süden, der Staatsstraße im Norden und der Herpersdorfer Straße im Osten.
Direkt an der Herpersdorfer Straße soll auf einer Fläche von rund einem Hektar Platz für den Supermarkt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche, Parkplätzen und Lieferzone sein. In Richtung Justizvollzugsanstalt soll es einen Pufferstreifen geben. Auf der übrigen Fläche können, so hat es Bierwagen berechnet, 60 bis 65 Wohneinheiten als Ein- oder Zweifamilienhäuser sowie 60 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau entstehen. Dazu müsse aber der Lärmschutzwall entlang der Staatsstraße verlängert werden und die Entwässerung stelle noch ein Problem dar, weil das Gelände teilweise Richtung Norden geneigt ist.
Die Mitglieder des Marktgemeinderates segneten die vorgelegte Planungsskizze als Grundlage für eine mögliche bauliche Entwicklung des Areals Am Eichelberg ab und ermächtigten den Bürgermeister, auf dieser Grundlage mit dem Grundstückseigentümer, dem Freistaat Bayern, Gespräche zu führen mit dem Ziel, das Gebiet bebauen zu können. Markus Nehmer unterstrich die Bedeutung dieses Baugebietes. „Das ist wichtig für die nächsten Jahrzehnte“, so der Rathauschef.