Die winterlichen Bedingungen haben die Einsatzgruppen der Wasserwacht aus Feuchtwangen, Dinkelsbühl und Ansbach für eine gemeinsame Eisrettungsübung am Schleifweiher in Feuchtwangen genutzt.
Ziel war es laut einer Pressemitteilung, unter möglichst realistischen Bedingungen für den Ernstfall zu trainieren. Rund 20 Einsatzkräfte nahmen an der Einheit teil.
Bereits im Vorfeld hatten Aktive der Feuchtwanger Ortsgruppe zwei Einbruchstellen im Eis vorbereitet. Simuliert wurde ein Szenario, bei dem Personen ins Eis eingebrochen sind. Dabei konnten verschiedene Rettungsmittel und Einsatztaktiken erprobt und deren Praxistauglichkeit bei den aktuellen Witterungs- und Eisverhältnissen überprüft werden, heißt es weiter.
Das Fazit der Übung fiel gemäß der Mitteilung durchweg positiv aus: Mit sämtlichen vorhandenen Einsatzmitteln gelang es den Einsatzkräften, die verunglückten Personen zügig und sicher aus dem Eis zu retten. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Wasserwacht-Ortsgruppen verlief reibungslos.
Der verantwortliche Einsatzleiter Wasserrettung aus Feuchtwangen, Bernd Häßlein, zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden: „Wir müssen die aktuellen Bedingungen nutzen, um unser Material und unsere Einsatzkräfte bestmöglich auf einen möglichen Ernstfall vorzubereiten.“ Er ergänzte, dass bereits wenige Tage zuvor eine spezielle Unter-Eis-Übung der Einsatztaucher stattfand, um die Ausbildung möglichst realitätsnah zu gestalten.
Abschließend weist die Wasserwacht darauf hin, dass die aktuell niedrigen Temperaturen zwar stellenweise den Eindruck tragfähiger Eisflächen vermitteln, die tatsächliche Tragfähigkeit jedoch stark von Faktoren wie Wassertiefe, Strömung, Schneelage und lokalen Gegebenheiten abhängt. Das Betreten von Eisflächen birgt daher erhebliche Gefahren und sollte grundsätzlich vermieden werden.
Nicht wenige Menschen würden sich auf dem Schleifweiher derzeit gerne aufs Glatteis begeben, doch die Tragschicht dafür ist noch nicht ausreichend, wie die Stadt mitteilt. Momentan würde die Eisdecke etwa sechs Zentimeter stark sein, informierte Bürgermeister Patrick Ruh. Zudem ziehe sich ein Riss über die Fläche. Erst ab einer Dicke von 15 Zentimetern und bei einer Schließung des Risses könne der Schleifweiher demnach freigegeben werden.