Ein Stadtspaziergang durch Ansbach mit der Veeh-Harfe | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.01.2026 10:11

Ein Stadtspaziergang durch Ansbach mit der Veeh-Harfe

Sigrid Kirsch liebt ihre Veeh-Harfe. Für das Instrument hat die Sängerin und Musikerin Stücke mit Bezug zu Ansbach komponiert. (Foto: Lara Hausleitner)
Sigrid Kirsch liebt ihre Veeh-Harfe. Für das Instrument hat die Sängerin und Musikerin Stücke mit Bezug zu Ansbach komponiert. (Foto: Lara Hausleitner)
Sigrid Kirsch liebt ihre Veeh-Harfe. Für das Instrument hat die Sängerin und Musikerin Stücke mit Bezug zu Ansbach komponiert. (Foto: Lara Hausleitner)

Fast zwei Jahrzehnte lang war Sigrid Kirsch Sängerin im renommierten Chor des Bayerischen Rundfunks, sie lebte in München und tourte mit ihrem Chor bis nach Singapur.

2023 zog die gebürtige Österreicherin, die Konzertgesang und Gesangspädagogik studiert hat, dann nach Ansbach – in die Heimatstadt ihres Mannes. „Wir sind hier total glücklich”, schwärmt Kirsch. „Das ständige Großstadterlebnis brauche ich nicht mehr, ich genieße jetzt die Überschaubarkeit.”

Von Ansbach zum Komponieren angeregt

Und weil die 49-Jährige Ansbach so gerne mag, hat sie sich von Plätzen in und um Ansbach zum Komponieren inspirieren lassen. „Ansbach – ein musikalischer Stadtspaziergang mit der Veeh-Harfe” ist ihre Mappe mit 24 Notenblättern überschrieben, die in einem Münchner Musikverlag erschienen ist. „Fränkische Rezat” und „Residenz” heißen die Stücke zum Beispiel, „Weinberg”, „Martin-Luther-Platz”, „Scheerweiher” oder „Am Prinzenschlösschen”. Mal plätschert also Wasser in der Musik, mal klingt sie nach buntem Treiben mitten in der Stadt, „und mal spiegelt sie die Ruhe am Weiher wider”.

In ihren Kompositionen verbindet Sigrid Kirsch ihre Ansbach-Liebe mit ihrer Passion für die Veeh-Harfe, ein Zupfinstrument, das leicht und ohne Kenntnis herkömmlicher Noten zu spielen ist. Wie sich an den Blättern in der Mappe zeigt, markiert die spezielle Veeh-Harfe-Notenschrift die Stellen, an denen gezupft wird: Man steckt das Blatt dafür einfach unter die Saiten. „In ein paar Monaten kann man auf diesem tollen Instrument sehr viel lernen”, sagt Kirsch. „Als Lehrerin an der Städtischen Musikschule gebe ich meine Begeisterung für die Veeh-Harfe weiter.”

Die Veeh-Harfe ist nicht nur durch die Stücke von Sigrid Kirsch mit dem westlichen Mittelfranken verbunden. Sie stammt aus der Region. Entwickelt hat das Instrument der Landwirt Hermann Veeh (1935 bis 2020) aus Gülchsheim im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Das erste Instrument baute er 1987 für seinen Sohn, der mit Down-Syndrom auf die Welt kam.

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Hermann Veeh dachte das Prinzip alter Zupfinstrumente wie der Akkordzither weiter. An den Fähigkeiten seines Sohnes orientiert, konzipierte er ein neues Musikinstrument und die entsprechende Notenschrift dazu. Inzwischen hat die Veeh-Harfe eine weite Verbreitung gefunden. Sie reicht bis Japan.


Lara Hausleitner
Lara Hausleitner
Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

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Nellie Bly
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