Ein spontanes Ja zur Krone von Ipsheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.12.2023 15:55

Ein spontanes Ja zur Krone von Ipsheim

Die neue Ipsheimer Hoheit Hanna Düll aus Mailheim. Ihr Königinnenwein ist ein trockener Weißburgunder. (Foto: Anna Franck)
Die neue Ipsheimer Hoheit Hanna Düll aus Mailheim. Ihr Königinnenwein ist ein trockener Weißburgunder. (Foto: Anna Franck)
Die neue Ipsheimer Hoheit Hanna Düll aus Mailheim. Ihr Königinnenwein ist ein trockener Weißburgunder. (Foto: Anna Franck)

Etwas überfordernd fühlt es sich noch an, die neue Ipsheimer Weinhoheit zu sein, sagt Hanna Düll. Noch weiß die 18-Jährige nicht genau, was mit dem Amt alles auf sie zukommen wird. Doch sie zeigt sich zuversichtlich, dass sie sich gut einfinden wird. Die Unterstützung ihrer Familie und Freude ist ihr jedenfalls schon einmal sicher.

Hanna Düll stammt aus dem Ipsheimer Ortsteil Mailheim. Ihre Eltern, Armin und Sabine Düll, betreiben dort das Weingut an der Steige. Vor allem im Sommer hilft die 18-Jährige im Betrieb mit – beispielsweise am Wochenende in der Weinstube. Damit ist Hanna Düll aufgewachsen und auch der Weinbauverein-Vorstand war ihr nicht unbekannt. Als man sie schließlich fragte, ob sie Ipsheimer Weinkönigin werden möchte, hat die Mailheimerin sich gedacht: „Das ist etwas, was ich nicht verpassen möchte.“

Die Krönung Ende November „war richtig schön“, sagt Hanna Düll. „Erstmal war ich etwas nervös, weil ich wusste, dass ich noch eine Rede halten muss.“ Doch insgesamt hatte „ich richtig viel Spaß“, sagt die 18-Jährige, die besonders mag, „dass man bei uns so viel tanzt“. Ein gelungener Start in ihr neues Amt.

Recht schnell zugestimmt

Darüber nachgedacht, dass der Weinbauverein sie eines Tages fragen könnte, ob sie das Amt übernehmen wolle, hatte Hanna Düll in der Vergangenheit schon. Was sie dann allerdings darauf sagen würde, damit hatte sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschäftigt. „Relativ spontan und schnell hab ich dann aber zugesagt.“

Derzeit macht Hanna Düll ihr Abitur. Zur Herausforderung könnte es deshalb werden, die Schule und das Amt als Weinhoheit unter einen Hut zu bringen. „Man möchte ja auch möglichst viel mitnehmen, wenn man schon mal diese Chance hat“, sagt die 18-Jährige. „Aber trotzdem will man die Schule auch nicht vernachlässigen.“ Dass das zu schaffen ist, davon ist Hanna Düll überzeugt. Und: Die meisten Veranstaltungen finden vor allem nach den Abitur-Prüfungen statt.

Neue Menschen und Orte kennenlernen

Unterstützung erfährt Hanna Düll unter anderem von ihrem Freundeskreis. „Die sind alle ziemlich begeistert“, haben sich bereits als Fahrer oder Begleitung bei Veranstaltungen angeboten. Hinter der 18-Jährigen stehen zudem ihre Eltern, die sich beide mehr als stolz zeigen. „Ein wenig Bedenken wegen des Abiturs hatte ich“, sagt Sabine Düll, „aber, wenn sie es unter einen Hut bringt, dann sehr gerne. Wir stehen dahinter.“

Tipps hat Hanna Düll von ihrer Vorgängerin Alina Schönleben bekommen. Schon bevor die 18-Jährige den Posten angenommen hatte, trafen sich beide und tauschten sich aus.

Das eigene Weinfest in Ipsheim ist für die 18-Jährige auf jeden Fall besonders. Schön sei es aber auch, dass sie andere Veranstaltungen besuchen kann. „Man kennt ja sonst vor allem den Wein aus der eigenen Region. Und so trifft man dann auch mal andere Hoheiten und deren Weine.“

Einen Lieblingstropfen per se hat die neue Ipsheimer Weinkönigin nicht. Trocken muss er aber sein. Den Weißburgunder, den die Hoheit als ihren Königinnenwein ausgesucht hat, „trink ich schon sehr, sehr gerne“. Ansonsten sagt sie auch zu einem Silvaner nicht nein.

Viele neue Menschen und Orte kennenlernen – darauf freut sich die Ipsheimer Weinkönigin mit am meisten. „Es ist auch eine Chance, sich selbst weiterzuentwickeln, beispielsweise lernt man, vor Leuten zu reden, und wird offener.“ Und: Der Spaß am Amt soll freilich auch nicht zu kurz kommen.


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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