Ein Spielplatz in Meinhardswinden ist gesperrt: Warum hier ein Bauzaun steht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.07.2025 07:00

Ein Spielplatz in Meinhardswinden ist gesperrt: Warum hier ein Bauzaun steht

Weil der Rasen noch anwachsen soll, bleibt der neue Spielplatz in Meinhardswinden geschlossen. Das Grün auf der Fläche sieht allerdings weniger nach Rasen als nach Unkraut aus. (Foto: Robert Maurer)
Weil der Rasen noch anwachsen soll, bleibt der neue Spielplatz in Meinhardswinden geschlossen. Das Grün auf der Fläche sieht allerdings weniger nach Rasen als nach Unkraut aus. (Foto: Robert Maurer)
Weil der Rasen noch anwachsen soll, bleibt der neue Spielplatz in Meinhardswinden geschlossen. Das Grün auf der Fläche sieht allerdings weniger nach Rasen als nach Unkraut aus. (Foto: Robert Maurer)

Gedacht war der Spielplatz als Vorzeigeprojekt. Die Anwohner sollten mitentscheiden, welche Spielgeräte aufgestellt werden. Doch es scheint eher ein Schildbürgerstreich zu werden. Denn der scheinbar seit Wochen fertiggestellte Spielplatz ist mit Bauzäunen abgesperrt und nicht nutzbar.

Topmoderne Spielgeräte stehen auf dem Areal am hintersten Ende der Straße An den Brechhausäckern kurz vor dem Waldrand im Ortsteil Meinhardswinden. Schaukel und Co. wurden offensichtlich noch nie benutzt. Seit Wochen, so beklagen Anwohner, tue sich nichts auf dem Spielplatz. Um den eigentlichen Zaun der Spielfläche steht noch ein zweiter Bauzaun mit zwei Meter Höhe. Damit wirklich niemand auf die Idee kommt, die Fläche zu betreten.

Auf FLZ-Anfrage erklärte die Stadtverwaltung: „Die Schaukeln und die Slackline müssen noch eingehängt und die Picknickgarnitur aufgestellt werden, sobald der Rasen angewachsen ist. Ansonsten sind die Arbeiten am Spielplatz abgeschlossen.“ Das mit dem Rasen kann sich allerdings hinziehen, denn die Fläche ist zwar begrünt, doch von einem Rasen ist nicht wirklich etwas zu sehen. Stattdessen wächst Unkraut.

Der Verweis auf die aktuelle Trockenheit

Bei der Stadt scheint man das anders zu sehen. „Leider kann der Spielplatz noch nicht freigegeben werden, um die anwachsenden Rasenflächen zu schützen. Diese Rasenflächen entwickeln sich aufgrund der aktuellen Trockenheit nicht so schnell wie erhofft“, lautet die Erklärung. „Um das Anwachsen zu unterstützen, werden die Flächen zusätzlich gegossen. Sobald der Rasen belastbar ist, kann auch der Spielplatz freigegeben werden.“ Ein konkretes Datum nennt die Verwaltung nicht.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Stadt zum Vor-Ort-Termin geladen, um mit den Anwohnern – und vor allem mit deren Kindern – festzulegen, was der Spielplatz in Zukunft alles bieten soll. „Der kooperative Ansatz mit den späteren Nutzern war sehr erfolgreich und wurde gut angenommen“, erklärte die Verwaltung nun ein Jahr später.

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Ein kleines Karussell und eine Sandwalze

Für 80.000 Euro wurden eine große Spielkombination zum Klettern und Rutschen, eine Schaukel mit Nestschaukeln, eine Slackline, ein kleines Karussell, eine Sandwalze, ein dreifach Reck und eine Picknickgarnitur aufgestellt. Vor einem Jahr hatte es noch geheißen, es stünden 40.000 Euro zur Verfügung. Doch die Geräte für öffentliche Spielplätze sind sehr teuer.

Aber trotz der schönen Ausstattung: Nutzen darf das Gelände noch niemand, bis der Rasen angewachsen ist. Etliche Häuslebauer scheinen nicht so lange warten zu wollen. Fährt man durch die Neubausiedlung mit insgesamt 58 Bauplätzen, sieht man auf vielen der großzügigen Grundstücke eigene Schaukeln, Trampoline und andere Outdoor-Spielgeräte. Es sind offensichtlich vor allem Familien mit Kindern, die hier einen Bauplatz erworben haben. Also eigentlich reichlich Nutzer für den Spielplatz am Ende der Straße. Wenn da nur nicht der Bauzaun stünde.

Hinter der Story

Kürzlich hat die FLZ über Probleme mit dem Spielplatz im Stadtgraben in der Altstadt berichtet. Daraufhin meldete sich eine Leserin und meinte: „Bei uns in Meinhardswinden gibt es einen nagelneuen Spielplatz, der seit Monaten eingezäunt und nicht zugänglich ist.“ Die FLZ-Redakteure sind zwar viel unterwegs, aber natürlich können wir nicht ständig überall sein und sind auf solche Hinweise angewiesen. Also haben wir uns vor Ort umgesehen und bei der Stadt nachgefragt.

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