Ein moderner Klassiker für Kleine und Große im Feuchtwanger Nixel-Garten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.06.2025 15:55

Ein moderner Klassiker für Kleine und Große im Feuchtwanger Nixel-Garten

Meike Pintaske und Mario Schnitzler im Feuchtwanger Nixel-Garten. Hinter ihnen schon das fertige Bühnenbild für ihre Inszenierung des Kinderbuchs „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“. (Foto: Tizian Gerbing)
Meike Pintaske und Mario Schnitzler im Feuchtwanger Nixel-Garten. Hinter ihnen schon das fertige Bühnenbild für ihre Inszenierung des Kinderbuchs „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“. (Foto: Tizian Gerbing)
Meike Pintaske und Mario Schnitzler im Feuchtwanger Nixel-Garten. Hinter ihnen schon das fertige Bühnenbild für ihre Inszenierung des Kinderbuchs „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“. (Foto: Tizian Gerbing)

Ein zartes Stück über die ganz große Liebe: Am Donnerstag, 19. Juni, feiert das Kinderbuch „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ seine Uraufführung als Theaterfassung im Nixel-Garten der Kreuzgangspiele.

Im Zentrum steht die bedingungslose Liebe eines kleinen Hasen zu einem großen Hasen. In einem liebevollen Spiel versucht der kleine Hase immer wieder, mit neuen Bildern zu beschreiben, wie sehr er den großen Hasen lieb hat. Gemeinsam suchen sie nach Vergleichen, messen ihre Liebe in Armspannweiten und hüpfenden Sprüngen – bis sie schließlich in den Nachthimmel blicken.

Vorlage kommt aus England

Da findet der kleine Hase noch ein besonders schönes Bild für seine Liebe. Der große Hase antwortet – doch der kleine ist da schon eingeschlafen. Ein stilles, glückliches Ende für zwei Hasen, die sich sehr lieb haben.

Die Vorlage stammt vom irischen Autor Sam McBratney und der Illustratorin Anita Jeram, deren Bilderbuch 1994 erstmals erschien. Für die Kreuzgangspiele haben Meike Pintaske und Mario Schnitzler als Regieteam eine eigene Theaterfassung entwickelt – samt Bühne und Kostümen.

Da das Buch selbst nur wenige Seiten umfasst, mussten die beiden die Geschichte erweitern. Im Gegensatz zum Original sind im Nixel-Garten nun auch Schwan und Maulwurf mit auf der Bühne. Gespielt werden alle Rollen von Lotta Zühlke und Tikki Marie Thöne. Die Produktion dauert rund 40 Minuten und ist für Kinder ab drei Jahren und ihre Familien gedacht.

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Ein Spagat zwischen zwei Bühnen

Für Pintaske und Schnitzler war die Arbeit an dem Kleinkinderstück eine doppelte Herausforderung: Neben ihren Rollen als Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Hauptbühne setzten sie diese Kinderproduktion nebenbei um. „Alles eine Frage der Organisation“, sagt Dr. Maria Wüstenhagen.

Die Kulturbüroleiterin und Dramaturgin hat das Projekt vor zwei Jahren ins Rollen gebracht. Sie holte die Rechte beim englischen Verlag ein – keine Selbstverständlichkeit, denn lange wurden diese für Theateraufführungen nicht vergeben. Umso größer ist die Freude, dass die Feuchtwanger Fassung nun als erste überhaupt auf die Bühne darf. Der Verlag zeigt sich so interessiert, dass Wüstenhagen den Text nun ins Englische übersetzen und nach Übersee schicken soll.

Alle Generationen zeigen reges Interesse

Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt das rege Interesse – nicht nur von Familien. Auch Erwachsene fühlen sich dem Stoff verbunden: Manche Paare bekamen das Buch zur Hochzeit geschenkt, andere verbinden persönliche Erinnerungen damit. Für sie wird es am 8. August erstmals auch eine Abendvorstellung um 21 Uhr geben.

Uraufgeführt wird „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ am Donnerstag, 19. Juni, im Feuchtwanger Nixel-Garten um 16.30 Uhr.

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