Ein „Mammutprojekt”: In Ornbau soll die Stadtmauer wieder schöner werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.09.2024 09:00

Ein „Mammutprojekt”: In Ornbau soll die Stadtmauer wieder schöner werden

Vor dem ersten Bauabschnitt rechts neben dem Oberen Tor beraten Bauunternehmer Peter Ottmann, Bürgermeister Marco Meier und Architekt Hartwig Werner über die Stadtmauer (von links). Für das Gesamtprojekt rechnet der Rathauschef mit rund zwei Millionen Euro Kosten. (Foto: Oliver Herbst)
Vor dem ersten Bauabschnitt rechts neben dem Oberen Tor beraten Bauunternehmer Peter Ottmann, Bürgermeister Marco Meier und Architekt Hartwig Werner über die Stadtmauer (von links). Für das Gesamtprojekt rechnet der Rathauschef mit rund zwei Millionen Euro Kosten. (Foto: Oliver Herbst)
Vor dem ersten Bauabschnitt rechts neben dem Oberen Tor beraten Bauunternehmer Peter Ottmann, Bürgermeister Marco Meier und Architekt Hartwig Werner über die Stadtmauer (von links). Für das Gesamtprojekt rechnet der Rathauschef mit rund zwei Millionen Euro Kosten. (Foto: Oliver Herbst)

Die Stadtmauer prägt das Gesicht Ornbaus. Jetzt schickt sich die Stadt an, sie sanieren zu lassen. Das Ganze bezeichnet Bürgermeister Marco Meier als ein „Mammutprojekt“. Er schätzt für das Vorhaben 15 bis 20 Jahre. Ein erster Bauabschnitt beginnt jetzt im Oktober. Warum geht die Kommune Stück für Stück vor?

Zum Oberen Tor bilden sich zwei Ohren der Stadtmauer: die Obere Vorburg, wie Architekt Hartwig Werner von der Architekturwerkstatt Gerbing in Gunzenhausen erklärt. Mit der rechten Seite aus Richtung Triesdorf startet das Projekt, die Stadtmauer herzurichten, nun im Oktober. Gut 165.000 Euro gibt die Kommune als Kosten an.

Im nächsten Jahr soll dann die linke Seite folgen, vorausgesetzt dass noch der Stadtrat zustimmt, wie der Rathauschef darlegt. Das koste weitere etwa 116.000 Euro, wobei die Kostenschätzung aus dem Jahr 2023 stamme.

Wegen Fördergeldern noch in Gesprächen

Das Sanierungskonzept für rund 26.000 Euro brutto bezuschusste das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege Marco Meier zufolge mit 10.000 Euro. Wegen Fördergeldern fürs Vorhaben an sich, die Mauer zu sanieren, „bin ich noch in Gesprächen mit dem Landesamt“.

Die ausführende Firma Ottmann Bau GmbH in Absberg rechnet mit um die acht Wochen für den rechten Teil vor dem Oberen Tor, wie Geschäftsführer Peter Ottmann feststellt. Sollte die Frostperiode früher eintreten, könnte man „die Fugen selbst erst im Frühjahr machen, um Frostschäden zu vermeiden“. Es gelte zum Beispiel, lose Steine wieder einzumauern oder mürbe, aufgefrorene zu ersetzen.

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Außerdem kündigt Peter Ottmann an, dass sein Unternehmen die gesamte Mauer abwasche. „Waschen, nicht mit Hochdruckreiniger“, fügt Architekt Werner hinzu, „der Charakter der Mauer wird sich nach der Sanierung so darstellen, wie sie heute dasteht“. Durchs Abwaschen werde sie ganz leicht heller. Aber der Verwitterungsgrad stelle sich innerhalb eines Jahres wieder ein.

Der Fürstbischof war da im Spiel

Die Stadtmauer in Ornbau begleitet eine wechselvolle Geschichte. Die bis heute erhaltene jedenfalls „stammt aus dem späten 15. Jahrhundert“, macht der Bürgermeister deutlich. Der damalige Eichstätter Fürstbischof Wilhelm von Reichenau habe sein Territorium nach innen und außen festigen wollen und dazu hohe Mauern, massive Basteien und Türme errichten lassen.

An Gesamtkosten für die ganze Stadtmauer sind um die zwei Millionen Euro vorgesehen, wie Marco Meier erläutert. „Das ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt, sodass wir je nach Haushaltslage entscheiden können.“

Kein Konzept für die Schublade

Die zwei Ohren seien die wichtigsten Punkte. Man sehe hier, dass es nötig sei, sie zu sanieren. Natürlich kostet das Projekt viel Geld, wie der Rathauschef einräumt. „Aber es muss halt irgendwann einmal gemacht werden.“ Man könne die Mauer ja nicht zerfallen lassen.

Wie kommt er auf die geschätzte Dauer von 15 bis 20 Jahren? Es könne ja mal zwei oder drei Jahre geben, in denen man keine Gelder in den städtischen Haushalt bringe, begründet er. „Aber wir schauen jetzt schon, dass das kein Konzept ist, das in der Schublade landet, sondern dass man dranbleibt.“

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