Ein Kleinbus für das Ansbacher Frauenhaus | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.01.2026 14:00

Ein Kleinbus für das Ansbacher Frauenhaus

Die Frauenhaus-Mitarbeiterin Andrea Nachtrab, der geschäftsführende Vorstand des Caritasverbandes Sebastian Grund und Domkapitular Dr. Norbert Jung, Vorstand der Kirchenstiftung St. Ludwig (von links), freuen sich über den neuen Kleinbus für das Ansbacher Frauenhaus. (Foto: Alexander Biernoth)
Die Frauenhaus-Mitarbeiterin Andrea Nachtrab, der geschäftsführende Vorstand des Caritasverbandes Sebastian Grund und Domkapitular Dr. Norbert Jung, Vorstand der Kirchenstiftung St. Ludwig (von links), freuen sich über den neuen Kleinbus für das Ansbacher Frauenhaus. (Foto: Alexander Biernoth)
Die Frauenhaus-Mitarbeiterin Andrea Nachtrab, der geschäftsführende Vorstand des Caritasverbandes Sebastian Grund und Domkapitular Dr. Norbert Jung, Vorstand der Kirchenstiftung St. Ludwig (von links), freuen sich über den neuen Kleinbus für das Ansbacher Frauenhaus. (Foto: Alexander Biernoth)

Dank verschiedener Spenden konnte das Ansbacher Frauenhaus ein E-Fahrzeug erwerben. Der Bus hat acht Sitzplätze. Gekostet hat er rund 40.000 Euro. Er ersetzt das bisherige Modell, das elf Jahre im Einsatz war. Aufgrund hoher Reparaturkosten hat sich der Vorstand des Caritasverbandes für eine Neuanschaffung entschieden.

Möglich wurde die Neuanschaffung für das Frauenhaus, das vom Caritasverband betrieben wird, durch die Zuwendungen verschiedener Stiftungen und Spenden. Das erläuterte das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Ansbach, Sebastian Grund. Der Kleinbus sei dringend nötig, sagte die Frauenhaus-Mitarbeiterin Andrea Nachtrab. Mit dem Bus werden unter anderem Frauen mit ihren Kindern abgeholt, wenn sie Schutz im Frauenhaus suchen. Aber auch für Ausflüge oder für Fahrten zu Ämtern oder zum Transport von Möbeln, wenn Frauen in eine eigene Wohnung ziehen, wird der Kleinbus gebraucht.

Derzeit, so berichtete Nachtrab, sind alle zehn Plätze im Frauenhaus belegt – mit den Schutz suchenden Frauen sind auch zehn Kinder in das Frauenhaus gekommen. Beheimatet ist das Ansbacher Frauenhaus in einem Haus der Katholischen Kirchenstiftung St. Ludwig – die Adresse bleibt, zur Sicherheit der Frauen, geheim.

Für Umbauten fielen zusätzlich 5500 Euro an

Domkapitular Dr. Norbert Jung, Vorsitzender der Katholischen Kirchenstiftung St. Ludwig, berichtete, dass die Garage für das neue Fahrzeug erweitert und mit einem neuen Tor ausgestattet werden musste. Dies habe die Kirchenstiftung, so betonte der Geistliche, gern getan und mit ihren ehrenamtlichen Verwaltungsmitgliedern die Mittel in Höhe von knapp 5500 Euro für den Um- und Erweiterungsbau zur Verfügung gestellt. Die Kirchenstiftung als Vermieterin investiere regelmäßig in das Frauenhaus, so Dr. Jung. Es wurde beispielsweise im vergangenen Jahr die Heizung erneuert. Dies sei nur möglich, weil sich die ehrenamtlichen Kirchenverwaltungsmitglieder über die Maßen engagieren und Zeit investieren.

Die Ansbacher Caritasstiftung hat den Kauf des neuen Kleinbusses möglich gemacht – sie wird seit ihrer Gründung 2005 vom Bamberger Stiftungszentrum verwaltet. Dank einiger Zustiftungen und Erbschaften hat sich das Anfangskapital von 10 000 Euro auf mittlerweile 136 000 Euro erhöht. Aus den Erträgen werde die karitative Arbeit in der Stadt Ansbach und dem nördlichen Landkreis Ansbach unterstützt.

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Die Erträge von 1000 Euro im Jahr 2023 und 2155 Euro im Jahr 2024 sowie 2500 Euro im vergangenen Jahr wurden zusammengefasst und für die Anschaffung des Kleinbusses verwendet. Auch der Verein CharityFloh, der in Rügland Flohmärkte veranstaltet, hat eine Spende von 4500 Euro für die Anschaffung des Busses gegeben. Um den Kaufpreis zu finanzieren, habe der Caritasverband, so Sebastin Grund, weitere Spenden, die in den letzten Jahren eingegangen sind, gespart und dafür verwendet.

Wohltätige Arbeit nachhaltig fördern

Der neue Bus wurde nach der Größe der Garage ausgesucht und ersetzt einen Bus, der elf Jahre im Einsatz war. Die Reparaturkosten standen aber nicht mehr im Verhältnis und deswegen habe sich der Vorstand des Caritasverbandes für eine Neuanschaffung entschieden. Dr. Norbert Jung und Sebastian Grund wiesen auf die Vorteile der Caritasstiftung hin und riefen dazu auf, diese mit Zustiftungen zu unterstützen. Damit können nachhaltig und auf einen langen Zeitraum die wohltätige Arbeit der Caritas gefördert werden.

Gegründet wurde das Frauenhaus 1991 – nach einer Zwischenstation in Schillingsfürst befindet sich die Einrichtung seit 1993 in Ansbach. Das Frauenhaus Ansbach ist rund um die Uhr an allen Tagen unter der Rufnummer 0981/95959 erreichbar. Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, können kurzfristig und unbürokratisch Schutz und Obdach finden.


Von Alexander Biernoth
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