Der Freitagabend hat eine Bandbreite an verschiedenen Möglichkeiten geboten, sich kulturell auszuleben. Ein Highlight war der Abschluss der Jazzarise in Ansbach. Die Veranstaltungsreihe des Bayerischen Musikrates verabschiedete sich mit einem Konzert der Giga Ohm Band im Grünen Saal der Orangerie.
Präsentiert wurde die Veranstaltung auch von der Jazztime Ansbach. Dass Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm mehr können als nur technische Berufe, bewies die Giga Ohm Band eindrucksvoll am Freitagabend. Die Big Band Formation unter der Leitung von Norbert Weigand präsentierte eine Auswahl an Klassikern der Big Band Geschichte, aber auch weniger gehörten Perlen der 1920er bis 1940er Jahre.
Glenn Miller, Duke Ellington oder Ella Fitzgerald waren Vorbilder und Songgeber des Abends. Kompositionen, wie „Dances In Love“, „Tuxedo Junction“ oder „Do Nothing Till You Hear From Me“ begeisterten den vollen Saal und brachten die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Mitsingen, Mitwippen oder Mitklatschen.
Bei letzterem bewies das Publikum, dass sich die zahlreichen Workshops der Jazzarise auch gelohnt haben, so rhythmussicher zeigten sich die Anwesenden, scherzte Weigand. Dieser moderierte nicht nur durch das Programm und leitete die Band, sondern griff auch zu seiner Posaune und unterstützte die Kolleginnen und Kollegen. Sie alle zeigten eine tolle Leistung im Bandgefüge, aber auch bei den Soli.
Die einzige „Nicht-Ohmerin“ auf der Bühne war Antonia Dikhoff. Sie studiert Jazzgesang an der Nürnberger Hochschule für Musik und unterstützte die Band am Mikrofon. Mit ihrer charmanten Art und kräftigen Stimme brachte sie eine neue Facette in den Abend. Auch ein Ansbacher war mit dabei. Christian Thiele übernahm das Piano und freute sich, in seiner Heimatstadt den Abschluss der Jazzarise mitgestalten zu dürfen.
Insgesamt 19 Veranstaltungen, darunter Workshops, Konzerte und mehr verzeichnete das Festival des Bayerischen Musikrates vom 11. bis zum 31. Oktober. Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner und die Referentin des Jazz des Bayerischen Musikrates, Désirée Dischl, zeigten sich zufrieden und zogen eine positive Bilanz. Und auch die letzte Veranstaltung lockte trotz zahlreicher Konkurrenz am Halloween-Abend wieder viele Menschen zur Jazzarise, um die leichten Klänge des Jazz zu genießen und in die Musikkultur vergangener Tage einzutauchen, die jedoch bis heute ihren Platz in der Musikwelt hat und ihren unvergleichlichen Charme erhalten konnte.