Große Freude bei Schlossherr Professor Dr. Dr. Peter Löw: Gab es im vergangenen Jahr die Auszeichnung noch in Bronze, haben sich die Anstrengungen seitdem gelohnt. In der Kategorie „Historisches Schlosshotel 2025“ wurde ein Award in Gold verliehen.
Die „Historic Hotels of Europe“, die 165 Mitglieder-Hotels in 24 Ländern haben, gaben bei einem festlichen Gala-Dinner im Restaurant „Le Frankenberg“ auf Schloss Frankenberg in der Gemeinde Weigenheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim), kreiert von Sternekoch Steffen Szabo, zum Abschluss ihrer Jahrestagung die Gewinner der „Historic Hotels of Europe Awards 2025“ bekannt. Damit werden die bemerkenswertesten historischen Unterkünfte des Kontinents ausgezeichnet.
In seinem elften Jahr ehrt der Preis, wie Geschäftsführerin Claudia Buscher erklärt, Häuser, die Europas Geschichten lebendig halten – Orte, an denen Geschichte nicht nur bewahrt, sondern durch außergewöhnliche Gastfreundschaft, Kunst und Sorgfalt erlebt wird.
Peter Löw, der den Preis zusammen mit seiner Frau Clara und dem neuen Hoteldirektor Michael Zager aus den Händen von Kenneth Healy, Vorsitzender der „Historic Hotels of Europe“, in Empfang nahm, freute sich über den Award. „Es ist eine Auszeichnung dafür, dass wir jetzt seit über zehn Jahren mit viel Manpower hier aus einer Ruine etwas gemacht haben, das auch in der Welt Anerkennung findet.“
Abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht. Mit der Meierei unterhalb von Schloss Frankenberg steht noch ein großes Projekt an. „Das ist ja auch eine Ruine“, sagt Löw. Es sei schon angefangen worden, aber es müsse hinsichtlich Belüftung, Elektro, Wasser, Heizung alles neu gemacht werden. Das könne noch ein bisschen mehr als ein Jahr dauern.
Auch am Schloss gebe es noch kleinere Projekte, aber nicht mehr arg viel. Es werde noch der Gartenbereich auf dem Wall eingerichtet. Er solle gartenarchitektonisch etwas anspruchsvoll gestaltet werden. Dort könne man im Sommer dann auch im Freien sitzen.
Im Keller des Schlosses werde in einem Turm noch eine Sauna eingebaut, das sei eine nette Ergänzung des Angebotes. Ein Fitnessstudio gebe es bereits.
Was dem Schlossherrn noch am Herzen liegt, sind Arbeiten am Friedhof. Das sei anspruchsvoller, als man denkt. Auf der Friedhofsanlage zwischen dem Schloss und Hinterfrankenberg sei schon begonnen worden, den Wildwuchs zu entfernen.
Saniert werden müsse dringend der alte Monopteros, der in der Anlage steht. Dieser sei vom Einsturz bedroht. Die Schwierigkeit dabei sei, dass der Boden weich ist.
Die Idee sei, dort einen kontemplativen Platz zu schaffen, zu dem man gehen könne, wenn man einmal seine Ruhe haben wolle. Man sei dort mit der Vergangenheit und seiner eigenen Zukunft konfrontiert. Und das Ganze mit einem Blick in die Weite und einer kühlen Ruhe, das sei die Vorstellung.
Insgesamt wurden zehn Awards verliehen, zum Beispiel in den Kategorien „Historisches Hotel Stadt“, „Historisches Landhotel“, „Historische Hochzeitslocations“ oder „Historisches Öko-Hotel“. Neu ist der Preis für das „Lebenswerk im Gastgewerbe“. Dieser ging an Nikos Mastrominas vom Allegory Boutique Hotel (Griechenland).
Tausende Reisende und Kulturbegeisterte aus ganz Europa haben laut Buscher ihre Stimme abgegeben und damit Hotels ins Rampenlicht gerückt, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Von Schlössern auf Hügeln bis hin zu Herrenhäusern am See, von familiengeführten Gasthöfen bis hin zu gastronomischen Refugien verkörperten die Preisträgerinnen und -träger den Geist des europäischen Reisens.
„Jeder unserer Gewinner erzählt eine Geschichte – nicht nur von einem Ort, sondern auch von den Menschen, die ihn zum Leben erwecken“, sagte Kenneth Healy.