Ein erster Blick auf das Neubaugebiet in Neuses | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 22.03.2023 17:05

Ein erster Blick auf das Neubaugebiet in Neuses

So etwa wird das Neubaugebiet in Neuses aussehen: Geplant sind sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser. (Skizze: Büro Vogelsang/Kristina Vogelsang)
So etwa wird das Neubaugebiet in Neuses aussehen: Geplant sind sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser. (Skizze: Büro Vogelsang/Kristina Vogelsang)
So etwa wird das Neubaugebiet in Neuses aussehen: Geplant sind sowohl Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser. (Skizze: Büro Vogelsang/Kristina Vogelsang)

Die Nachfrage nach Bauplätzen im Gemeindegebiet von Burgoberbach ist nach wie vor hoch. Um den Wünschen entgegenzukommen, will die Verwaltung im Ortsteil Neuses das Neubaugebiet „An den Bugäckern“ ausweisen. Der Entwurf stammt vom Planungsbüro Vogelsang.

Die Fläche am nordöstlichen Rand von Neuses ist knapp sechs Hektar groß und stößt an den Siedlungsbereich von Burgoberbach. Laut Verwaltung ist der Standort gut geeignet, weil es im Norden eine Grünfläche mit Spielbereich gibt. In der angrenzenden Siedlung befindet sich eine Kindertagesstätte, zudem ist die Grundschule fußläufig erreichbar.

Sparsam mit Grund und Boden umgehen

Entstehen sollen im Neubaugebiet zum einen Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser sowie eine kleine Zahl an frei stehenden Einfamilienhäusern. Zum anderen ist im Norden ein stärker verdichteter Bereich mit Mehrfamilienhäusern geplant. Das Ziel sei, sparsam mit Grund und Boden umzugehen sowie unterschiedliche Wohnbedürfnisse zu befriedigen, erläuterte Planerin Kristina Vogelsang.

Auf eine Tiefgarage wird verzichtet, um weniger Fläche zu versiegeln. Stattdessen sollen grundstücksnahe Stellplätze geschaffen werden. Mittig ist ein Grünzug geplant. Noch nicht geregelt ist bislang, ob Grundstückseigentümer in Richtung der öffentlichen Flächen einen Sichtschutz errichten dürfen. Die Verwaltung tendiert in dieser Frage eher zu ,Nein‘.

Auch Aufschüttungen sollen untersagt werden. Das bedeutet, dass die „natürliche Geländeoberfläche“ lediglich zwecks der Erschließung und zum Regenwassermanagement verändert werden dürfte. Vorgeschrieben werden bei Nebengebäuden und Garagen aller Voraussicht nach Flachdächer.

Das könnte Sie auch interessieren

Einzelne Flächen sollen verkleinert werden

Bei dem jetzigen Entwurf handelt es sich um einen ersten Vorschlag, der sich mit Sicherheit noch ändern wird. Aus den Reihen des Gremiums kam unter anderem die Anregung, die Grundstücke zu verkleinern, um eine Häuserreihe mehr unterzubringen. Sowohl die Räte als auch die Verwaltungsmitarbeiter rechnen mit einem erhöhten Interesse an Mehrfamilienhäusern, weil sich viele Familien angesichts der gestiegenen Baupreise ein Einfamilienhaus nicht mehr leisten könnten.

Solche Änderungen sind zum aktuellen Zeitpunkt unproblematisch, da die Grundstücksgrenzen ohnehin noch nicht feststehen. Sie werden erst „bei der richtigen Vermessung“ festgelegt, wie die Planerin mitteilte.

Ohne Gegenstimme sprachen sich die Gemeinderäte für die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplans aus. Auch einer Änderung des Flächennutzungsplans wurde zugestimmt. Der nächste Schritt ist nun die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der Träger öffentlicher Belange.


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
north