Am 10. Mai wird das Begegnungshaus in Diespeck eingeweiht. Diesen Termin hatte Architekt Werner Schad vorgeschlagen, der den Zeitplan der Umbauarbeiten im Blick hat. Wie Bürgermeister Markus Helmreich erklärte, könne die Bevölkerung die neue „gute Stube” des Ortes an diesem Tag ausführlich besichtigen.
Im Redaktionsgespräch zeigte sich der Bürgermeister vor allem erleichtert darüber, demnächst endlich genügend Raum für die vielen Diespecker Vereine zu haben. Auch einen Sitzungssaal für den Gemeinderat wird es mit Fertigstellung des Hauses wieder geben, denn seit dem letzten Rathausumbau mussten die Zusammenkünfte des Gremiums bekanntlich in der Aula der Grund- und Mittelschule stattfinden
Was lange währt, wird also endlich gut. Denn die Diespecker blicken tatsächlich auf eine lange und durchaus kontroverse Vorbereitungs- und Planungsphase zurück. Nach vielen Diskussionen hatte es seinerzeit zunächst nach einer völlig anderen Lösung ausgesehen: Favorisiert worden war ein Neubau auf einem Nachbargrundstück mit einer unmittelbaren Verbindung zum bestehenden Rathaus, der schon so gut wie in trockenen Tüchern schien. Dann jedoch funkte urplötzlich die Sparkasse dazwischen – genauer gesagt, deren Aufgabe ihres Gebäudes in Diespeck.
Somit bot sich vor gut zwei Jahren von heute auf morgen eine völlig neue Perspektive. Das Sparkassenhaus in unmittelbarer Nähe zum Rathaus stand zum Verkauf und eine schnelle Kostenberechnung ergab, dass dessen Umbau wesentlich günstiger kommt, als der eigentlich angepeilte Neubau. Außerdem stellte sich heraus, dass die zur Verfügung stehende Fläche dort größer war – ein weiteres Kriterium für das Umschwenken des Gemeinderates.
Laut Markus Helmreich lässt sich heute bilanzieren: alles richtig gemacht. Der Kaufpreis und die Umbaumaßnahmen liegen zusammen bei gut 800.000 Euro, rechnete er vor, und die Fördermittel von der Städtebauförderung und aus dem EU-Leader-Programm seien ausgesprochen hoch. Man habe, so Helmreich, mit der Entscheidung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn mit dem Umbau habe man einen prominenten Leerstand im Ort vermieden und zahle insgesamt deutlich weniger als für die ursprünglich anvisierte Neubau-Erweiterung.
Aktuell werden die Lüftungsanlage eingebaut und die Elektro-Installationen samt technischer Anlagen fertiggestellt. Der Innenausbau geht schnell voran, so Helmreich im Redaktionsgespräch. Ein Großteil der Böden wurde übernommen, nur die Flächen, die mit Teppich belegt waren, werden gefliest. Die Küche sowie die Stühle und Tische sind bestellt und werden pünktlich geliefert, so Helmreich weiter.
Wie der Bürgermeister darüber hinaus erwähnt, stehen auch drei Kellerräume zur Verfügung, die Vereine und die LAG-Aischgrund nutzen können. Außerdem soll das Archiv der Verwaltungsgemeinschaft dort im Keller deponiert werden.