E-Mail-Konto gehackt: Was Sie jetzt tun sollten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.04.2026 16:17

E-Mail-Konto gehackt: Was Sie jetzt tun sollten

Ungewöhnliche Aktivitäten im Postfach: Auffällige Anmeldeversuche oder fremde Nachrichten deuten auf einen möglichen Hackerangriff hin. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ungewöhnliche Aktivitäten im Postfach: Auffällige Anmeldeversuche oder fremde Nachrichten deuten auf einen möglichen Hackerangriff hin. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ungewöhnliche Aktivitäten im Postfach: Auffällige Anmeldeversuche oder fremde Nachrichten deuten auf einen möglichen Hackerangriff hin. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

„Haben Sie versucht, sich auf einem anderen Gerät einzuloggen?“ Solche oder ähnliche Sicherheitsabfragen hat wohl jede und jeder schon einmal bekommen. Insbesondere, wenn der Mail-Anbieter sich auf diese Weise meldet und Sie sich nicht mit dem neuen Smartphone oder von einem fremden Rechner aus eingewählt haben, sollten Sie alarmiert sein: Es könnte sich um einen Hackerangriff auf Ihren Account handeln. 

Bekommen Kriminelle tatsächlich Zugriff, können sie damit großen finanziellen Schaden anrichten und in Ihrem Namen etwa Ware bestellen oder Kredite aufnehmen. Die Stiftung Warentest empfiehlt daher, folgende Warnzeichen unbedingt ernst zu nehmen - sie können Hinweis auf ein geknacktes E-Mail-Konto sein:

  • Ihr Anbieter informiert Sie über Änderungen am Konto, die Sie nicht selbst vorgenommen haben - zum Beispiel auch Anmeldungen von neuen Geräten.
  • Auch ohne Hinweis des Anbieters bemerken Sie Änderungen am Konto, die nicht von Ihnen ausgeführt wurden.
  • Ihnen bleibt der Zugang zum eigenen Konto verwehrt, Sie können sich nicht mehr einloggen.
  • Auch wenn der Zugang zu einem anderen Account verwehrt bleibt - etwa einem Onlineshop - kann das ein Indiz sein. Womöglich wurde das Passwort über Ihr gehacktes Mail-Postfach geändert.
  • Sie entdecken gesendete Nachrichten, die Sie nicht verfasst haben.
  • Ihre Kontakte weisen Sie auf Nachrichten von Ihrem E-Mail-Konto hin, die Sie nicht verschickt haben.

Wer solche oder ähnliche Indizien bemerkt, sollte unter keinen Umständen zögern. Die Stiftung Warentest rät, dann schnellstmöglich den eigenen Mail-Anbieter zu kontaktieren und dessen Anweisungen zu befolgen. Warnen Sie zudem Ihre Kontakte, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Falls das Passwort für den Mail-Account auch bei anderen Online-Konten Verwendung findet, müssen auch diese unbedingt geändert werden.

Zudem sollte der Angriff bei der Polizei angezeigt werden - für die Strafverfolgung können Screenshots nützlich sein. Ferner ist es sinnvoll, den Vorfall der Schufa zu melden. Dann kann die Auskunftei Unternehmen warnen, die bei dieser die Bonität abfragen - so kann möglichen Betrugsversuchen vorgebeugt werden.

© dpa-infocom, dpa:260409-930-924460/1


Von dpa
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