Die Erschließung der drei neuen Wohnbaugebiete Schrotfeld 15.4, Rauenzell Mitte und Heuberg ist abgeschlossen. Zu deren offizieller Einweihung hat nun Herriedens Bürgermeisterin Dorina Jechnerer eingeladen.
Eröffnet wurde der feierliche Veranstaltungsreigen im kleinsten der drei Baugebiete: in Heuberg. Neben drittem Bürgermeister Johann Heller und Mitarbeitenden von Verwaltung und Bauamt hatten sich unter anderem einige Stadträte, Vertreter der Planungsbüros, die Bauunternehmer sowie mehrere Grundstückseigentümer eingefunden.
Die Grundstücksbesitzer hätten ihr Eigentum dankenswerter Weise der Kommune zur Bebauung überlassen, würdigte die Bürgermeisterin. Zugleich erinnerte sie daran, dass der Stadtrat eine Ortseinbeziehungssatzung zur Weiterentwicklung des Dorfs beschlossen hat, um so jungen Familien eine Bebauung zu ermöglichen.
Als gelungenes Bespiel der Innenentwicklung bezeichnete Jechnerer die Erschließung des Baugebietes Rauenzell Mitte. Die Häuslebauer profitierten zudem von einem kommunalen Förderprogramm. Wegweisend sei, dass dieses Areal das erste Baugebiet mit solarbetriebener Straßenbeleuchtung sei.
Eine verdichtete Wohnbebauung in mehreren Abschnitten sei indes im Neubaugebiet Schrotfeld 15.4 vorgesehen, erläuterte die Rathauschefin. Bei der Beschilderung wollten die Verantwortlichen das Bewusstsein für eine naturverträgliche Nutzung schaffen. Deshalb sollten die Straßen nach Vögeln benannt werden, die in Wiesen brüten und akut vom Aussterben bedroht sind. Die Stadt unterstütze das Projekt „Chance. Natur – Lebensraum im Altmühltal“, so die Bürgermeisterin weiter.
Darüber hinaus habe der Stadtrat entschieden, zwei Straßen im Schrotfeld Frauen zu widmen: der erfolgreichen Biathletin Denise Herrmann-Wick, die aus der Partnerkommune Bockau stammt, und der für Herrieden bedeutenden Historikerin Margarete Adamski.
Planer Willi Heller wies darauf hin, dass die Entwässerung – wie auch die in Rauenzell – im Trennsystem erfolge. Die Straßen sollen erst später nach der Bebauung ihre Enddeckschicht erhalten.
Kristina Vogelsang vom gleichnamigen Ingenieurbüro nannte als Ziel der Planung für das Schrotfeld 15.4, hier ein vielseitiges Angebot mit unterschiedlichen Wohnformen – beispielsweise für Alleinstehende oder Senioren – zu schaffen.
Die etwas verdichtete Bauweise biete die Möglichkeit für größere Grünflächen, ergänzte Landschaftsplaner Sebastian Klebe dazu. „Spitze“ finde er die etwas breiteren Straßenzüge, die Platz für Bäume im Schrotfeld böten.
Bei einer ersten Verkaufsrunde der Bauplätze haben sich laut geschäftsführender Beamtin Anja Schwander rund 100 Interessenten gemeldet. Im kommenden Sommer solle nun die nächste Verkaufsphase starten. Für sie sei es spannend, wie sich das Neubaugebiet entwickeln werde.
Der evangelische Pfarrer Roland Höhr erbat – auch im Namen seines katholischen Kollegen Peter Hauf – Gottes Segen für alle Menschen, die in einem der Gebiete bauen und Heimat finden werden.