Bayern-Sportdirektor Christoph Freund hat in den Spekulationen um ein erneut aufgeflammtes Münchner Interesse an Österreichs Teamchef Ralf Rangnick dessen erfolgreiche Arbeit mit der Nationalmannschaft hervorgehoben. „Ralf ist Teamchef in Österreich und macht einen sehr guten Job die letzten Jahre“, sagte Freund vor dem Heimspiel des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC St. Pauli.
Ob der Name beim FC Bayern oder bei Borussia Dortmund herumgeistere, wisse er nicht. Laut „Sport Bild“ soll Rangnick bei Borussia Dortmund für den Sommer im Gespräch sein, möglicherweise für den Posten des Sportdirektors. Über den 66-Jährigen wurde auch vor der Verpflichtung von BVB-Coach Niko Kovac als eine Trainer-Option spekuliert.
Auch in München, wo er im vergangenen Jahr als Nachfolger von Trainer Thomas Tuchel gehandelt worden war, soll Rangnick laut „Bild“ ein Kandidat für einen Posten im Management sein.
„Er hat schon sehr viel gemacht im Fußball und sehr viel Leidenschaft dafür und verschiedene Positionen schon begleitet. Ich glaube, er ist sehr happy gerade in Österreich, auch mit der Mannschaft“, sagte Freund. Der sportliche Management-Bereich ist beim FC Bayern vor allem mit Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Freund besetzt. Über eine Verpflichtung Rangnicks würde je nach Position in erster Linie der Aufsichtsrat um Ehrenpräsident Uli Hoeneß entscheiden.
Zuletzt waren in Österreich kritische Stimmen aufgekommen. Niederösterreichs Landeschef Johann Gartner äußerte sich im Magazin „Profil“ kritisch zu Rangnicks bisheriger Bilanz, Interimspräsident Wolfgang Bartosch ließ Zweifel an Rangnicks Teamfähigkeit erkennen. Letzterer relativierte aber. „Rangnick steht außer Frage“, sagte Bartosch im ORF-Interview.
Der ÖFB-Boss wünscht sich Zusammenhalt. „Wir wollen uns für die WM qualifizieren und sollten dafür alle an einem Strang ziehen. Dass esMeinungsverschiedenheiten geben kann, liegt in der Natur der Sache“, sagte Bartosch. Rangnick soll das Nationalteam zur Weltmeisterschaft 2026 in den USA führen.
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