Gertrud Kikut hat jetzt in Dinkelsbühl ihren 101. Geburtstag gefeiert. Als Kind kam sie mit ihrer Familie nach Dinkelsbühl. Der Stadt blieb sie zeitlebens treu.
Das Licht der Welt erblickte die als Gertrud Rögele Geborene in Leipzig. Im Jahr 1935 zog sie gemeinsam mit ihrer Familie nach Dinkelsbühl, wo sie nach Abschluss der Schule in der Weinhandlung ihres Vaters mitarbeitete.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie 1942 zum Arbeitsdienst eingesetzt und arbeitete in Heilbronn als Schaffnerin, erzählte sie jetzt.
Im Jahr 1951 heiratete sie Gerhard Kikut, den sie im elterlichen Geschäft kennengelernt hatte und mit dem sie später gemeinsam die Weinhandlung weiterführte. Dem Ehepaar wurden drei Töchter geschenkt, eine von ihnen verstarb im Jahr 2016.
Seit 2006 ist Gertrud Kikut verwitwet. Einmal pro Woche besucht sie die Tagespflege in Segringen. Früher war das Singen ihre große Leidenschaft, sie war im Kirchenchor und im Gesangverein aktiv, berichtet sie. Sie habe sogar einen Gesangswettbewerb gewonnen.
Heute macht die Jubilarin regelmäßig und sehr gerne Kreuzworträtsel und trinkt regelmäßig ein Gläschen Rotwein zum Essen, was ihr offensichtlich gut bekommt, da sie weitestgehend rüstig und geistig fit ist und man ihr das hohe Alter überhaupt nicht ansieht.
Laut ihrer Tochter Ute ist die Jubilarin ein echtes Unikum. Auf ihren Gesundheitszustand angesprochen meint die 101-Jährige: „Solange der Kopf noch oben ist, ist alles in Ordnung“.
Ihren Geburtstag feierte sie gemeinsam mit ihren Lieben, zur Familie gehören mittlerweile sieben Enkel und zehn Urenkel. An ihrem Geburtstag erreichte sie sogar der Anruf einer Enkelin aus Amerika.
Die Glückwünsche der Stadt Dinkelsbühl und des Landkreises Ansbach überbrachte Bürgermeisterin Nora Engelhard, zudem freute sich Gertrud Kikut über ein Schreiben des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Für die evangelische Kirche gratulierte Pfarrerin Kathrin Scheibenberger.