Dinkelsbühler Schüler setzen Zeichen für ein respektvolles Miteinander | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.05.2025 14:07

Dinkelsbühler Schüler setzen Zeichen für ein respektvolles Miteinander

Im Pausenhof formierte sich die Schulfamilie zum Logo „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Im Pausenhof formierte sich die Schulfamilie zum Logo „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Im Pausenhof formierte sich die Schulfamilie zum Logo „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Das Gymnasium Dinkelsbühl setzt ein Zeichen gegen alle Formen von Diskriminierung und Rassismus und für ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander. Die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde im Beisein der Schulfamilie gefeiert.

Regionalkoordinator Christian Löbel überreichte Schild und Urkunde an Schulleiter Bernhard Rieck und das Organisationstrio mit den Lehrkräften Eva Segerer, Nicole Seidel und Christine Reff sowie an das Team der Schülerinnen. Rieck freute sich, dass sich die Schulfamilie für den Beitritt entschieden hatte.

Marie Segerer und Emma Langohr moderierten die Feierstunde. Sie gehören dem Schülerteam ebenso an wie Svea Feller und Ranya Agatay, die auf das Übernehmen von Verantwortung für sich selbst und füreinander sowie das Einbringen von Ideen mit dem Ziel der aktiven Veränderung hinwiesen. „An unserer Schule soll sich jeder sicher statt ausgegrenzt fühlen, Rassismus hat keinen Platz!“, betonten die Schülerinnen auch im Namen ihrer Teammitglieder Sophie Jünemann, Lara Palermo und Vivian Wang.

Kein Preis, sondern eine Verpflichtung

Landrat Dr. Jürgen Ludwig zeigte sich von der „großartigen bundesweiten Initiative“ beeindruckt. Er zitierte den vormaligen englischen Premierminister Winston Churchill, für den die Haltung etwas Kleines sei, das aber den großen Unterschied mache. Es gelte nun, so Ludwig, das Zertifikat mit Leben zu füllen und dabei das Grundgesetz zu beachten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Klaus Huber als Vertreter der Stadt appellierte an die junge Generation, die hoffentlich weder Krieg noch Diktatur erleben werde, dass sie bei uns ankommende Menschen, gleich welcher Herkunft, gut behandele.

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„Widersprecht, wenn Vielfalt als Bedrohung angesehen wird.”

Elke Böhm

Als Vertrauensfrau des Kirchenvorstands bat Elke Böhm darum, sich gegen Ausgrenzung und Demütigung zur Wehr zu setzen. Ob im Pausenhof oder in den sozialen Medien, es gelte hinzuschauen und zu handeln. „Seid solidarisch und mutig, widersprecht, wenn Vielfalt als eine Bedrohung angesehen wird, sie ist eine Bereicherung!“

Susanne Feldner-Beer bedankte sich als Elternbeiratsvorsitzende für das Engagement der Initiativgruppe. Das Wohlergehen der Kinder liege allen Eltern am Herzen. Sie zitierte das alte Sprichwort: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“

Die mutige Kinderlore als Vorbild

Andreas Mack betonte den Zusammenhang zwischen Schule und der Kinderzeche als Projektpate. So wie die Kinderlore mutig und couragiert dem Schwedenobristen mit ihrer Kinderschar entgegenlaufe und als Retterin der Stadt gefeiert werde, könnten die Schüler als Bewahrer und Schützer unserer Gemeinschaft auftreten. „Nehmt die Wertschätzung für die Mitmenschen ins Erwachsenenalter mit“, so der Appell des Mitgliedes des Kinderzechvorstandes.

Laut Christian Löbel sei die Verleihung des Titels kein Preis, sondern vielmehr eine „Selbstverpflichtungserklärung“. Auch wenn es manchmal unbequem sei, solle man sich stets mit den Angegriffenen und nicht mit den Tätern solidarisch zeigen. Mit dem Rückhalt eines starken Netzwerks vor Ort und im Landkreis laute die Devise: „Wir feiern Vielfalt.“

Die Instrumentenklassen fünf und sechs unter der Leitung von Christiane Schmutterer umrahmten die Feierstunde zusammen mit der Lehrerband „The Staff“.

Den musikalischen Auftakt bildete das Lied „Für immer Frühling“. Nach den Grußworten begeisterte dann Suzanna Szydlik mit „A million dreams“, und zum Schluss ertönte vielstimmig mit Unterstützung der Schulfamilie der Popsong „We are the world“.


Von Friedrich Zinnecker
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