Was Weihnachten für sie bedeutet, haben kleine und große Besuchende des Hauses der Geschichte in Dinkelsbühl aufgeschrieben und teilweise auch gemalt. Die Mitmachaktion ist Teil der aktuellen Sonderausstellung „Es weihnachtet sehr! – Traditionelles und Skurriles rund um Weihnachten“.
Das längliche Poster, das im zweiten Obergeschoss des Museums nahe dem Sonderausstellungsraum an der Wand hängt, ist voller Zettel. Sehr zur Freude von Museumsleiterin Ute Heiß. Eine Pinnwand für weitere Zettel steht schon bereit. Sie lässt auch gerne noch eine zweite aufstellen, sagt Ute Heiß lachend.
Denn die Schau ist noch bis einschließlich Mariä Lichtmess, 2. Februar, zu sehen und die Besuchenden sind weiterhin dazu aufgefordert, ihre Gedanken zu Weihnachten zu Papier zubringen.
Was ist bisher auf den Zetteln so zu lesen? Für viele ist Weihnachten die Zeit der Liebe, der Familie. Zusammen essen, trinken, lachen und reden. Für andere läutet Weihnachten eine Auszeit von zirka zwei Wochen ein. Man hält inne, besinnt sich auf das wirklich Wichtige, blickt auf das zu Ende gehende Jahr zurück, schließt mit Altem ab, um Platz für Neues zu schaffen. Die Hoffnung auf Frieden wird ebenfalls mit dem Christfest verbunden.
Für die kleinen und großen Museumsbesuchenden gehören zwar auch ein wenig Kitsch, Rummel und natürlich Geschenke zu Weihnachten dazu. Aber: Sehr oft erinnerten sie das zentrale Ereignis an Weihnachten: „Dass Jesus für uns auf die Erde kam“, so formulierte es ein Kind.
Sie finde es schön, dass die aufgeschriebenen Gedanken zeigen, dass der Sinn und die Botschaft von Weihnachten in der heutigen Zeit noch eine Rolle spielen, betonte Museumsleiterin Ute Heiß.
In der Sonderausstellung selbst ist unter anderem eine 1,80 Meter große Weihnachtspyramide ein besonderer Hingucker. Diese ist inzwischen über 100 Jahre alt und wurde seinerzeit von Postamtsleiter Karl Wiegand aus Neukirchen in Sachsen für seine Frau und seine drei Töchter angefertigt.
Zu sehen gibt es zudem Baumschmuck in den unterschiedlichsten Formen. Ein Dinkelsbühl-Bezug ist neben historischen Aufnahmen die Geschichte „Der Weihnachtsabend“ von Christoph von Schmid. Poster mit Auszügen daraus schmücken die Wände.
Vom 24. bis zum 26. Dezember macht das Haus der Geschichte eine kleine Weihnachtspause. Auch an Neujahr ist es geschlossen. Ansonsten ist das Museum in den Ferien täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Nur an Silvester schließt es bereits um 14 Uhr.