Im Foyer des Dinkelsbühler Gymnasiums erhielten zahlreiche junge Leute für ihre besonderen Leistungen Anerkennungs- und Förderpreise der Willi-Dauberschmidt-Stiftung.
Stiftungsratsmitglied Professor Christoph Dauberschmidt erläuterte den Stiftungsgedanken seines Vaters Willi. Diesem seien neben Schule und Studium immer auch die handwerklichen Berufe wichtig gewesen. Die Förderung der Jugend in den Bereichen Schule und Ausbildung, Sport und Kultur seien dem Leiter eines Bauunternehmens am Herzen gelegen. Junge Leute mit Fähigkeiten und Fleiß, gepaart mit gesellschaftlichem Engagement, sollten sich für eine Auszeichnung bewerben können.
Seit der Gründung im Jahr 2009 seien aus 422 Bewerberinnen und Bewerbern 290 Preisträger ermittelt worden. Deren Auswahl erfolgte durch den Stiftungsrat mit einer ausgeschütteten Gesamtsumme von bisher 326.000 Euro.
Für das dreiköpfige Vorstandsgremium mit Bürgermeister Stefan Ultsch aus Wassertrüdingen und Dinkelsbühls Kämmerer Walter Wegert ging dessen Vorsitzender, Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, auf die Lebensleistung des Gründers Willi Dauberschmidt ein. Mit Geld aus seinem eigenen Vermögen habe er der ehrgeizigen Jugend einen Ansporn zu besonderen Leistungen verschafft.
Den Anerkennungspreis in der Kategorie Ausbildung und Beruf erhielt Beate Klaus für ihre Entscheidung, sich nach dem Abitur zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ausbilden zu lassen und dabei ehrenamtlich vielfältig unterwegs zu sein. Der zweite Preis in dieser Sparte ging an Anna Schäfer. Gemäß Laudator Stefan Ultsch entschied sich die heimatverwurzelte und technikbegeisterte Frau für den typischen Männerberuf Industriemechaniker, um den Ablauf, den Aufbau und die Instandhaltung von Produktion und Maschinen kennenzulernen. Den ersten Preis überreichte OB Hammer an Stefanie Kober, die ihre Ausbildung zur Augenoptikerin mit Engagement und Einfühlungsvermögen durchlief. Als Meisterin der Augenoptik war und ist sie von der Präzision dieses Handwerks begeistert. Außerdem wurde ihr Einsatz beim Posaunenchor Beyerberg, im Obst- und Gartenbauverein sowie in der Landjugend gewürdigt.
Den Sonderpreis Sport erhielt der wegen seiner Teilnahme am Junioren-Weltcup der Schützen nicht anwesende Pius Rosenecker. Simon Hoffmann nahm aus den Händen von Laudator Oliver Dauberschmidt den Sonderpreis Kultur für sein kreatives Schaffen in mehreren Sparten entgegen. Von seinen über 50 Filmprojekten wurde ein Ausschnitt aus dem Film „Verschlafen“ vorgeführt.
In der Kategorie Schule und Studium erhielten Pauline Dreißig und Tim Waldsauer Anerkennungspreise. Dabei hat die Psychotherapeutin mit dem „Skillkoffer“ ein Projekt zur Unterstützung von Menschen in herausfordernden Situationen entwickelt. Der Student der Nanostrukturtechnik befasst sich mit Materialwissenschaft und der Mikroelektronik. Der dritte Preis ging an Anna Merike, die als Kinderpflegerin den akademischen Weg beschritt und Sozialpädagogin wurde.
Walter Wegert überreichte den zweiten Preis an den Ingenieurinformatiker und Kajakfahrer Johannes Wüstner für seine Modellierungstechniken mit datengetriebenen Methoden. Ruth Reuter zeichnete Robin Barth ebenfalls mit einem zweiten Preis aus. Teilchenphysik, Astronomie und Quantengravitation sowie Programmierung sind seine Fachgebiete. Er wurde auch Tutor in einem Schülerforschungszentrum im südafrikanischen Durban.
Bernhard Rieck blieb es vorbehalten, den mit 3000 Euro dotierten ersten Preis an Christian Lindenmeier zu übergeben. Der Informatiker bezeichnete sich mit seinem Einsatz zum Wohl der Mitmenschen als „gutartigen Hacker“. Die Bekämpfung der Cyber-Kriminalität ist ihm ein Anliegen. Lindenmeier referierte im Anschluss über das Thema „Digitale Sicherheit von mobilen Endgeräten wie Smartphones“.
Die Veranstaltung wurde mit Musik von Valentin Hammerl (Trompete) und Achim Lauter (Klavier) festlich umrahmt.