Die Vorgaben des Deutschen Alpenvereins (DAV) machten es nötig: Hütten der Kategorie I benötigen einen Winterraum. Nun haben Mitglieder der DAV-Sektion Dinkelsbühl mit ihrer Ortsgruppe Crailsheim den geforderten Raum an der Potsdamer Hütte in den Stubaier Alpen eingerichtet.
Seit Samstag, 14. Juni, hat die Hütte ihre Tür zur Sommersaison geöffnet. Geplant wurde der Umbau von Vorsitzendem Holger Göttler, der den Raum in die bestehende Schuppenanlage integriert hat.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, bestand das Bauteam aus Vorstandsmitgliedern, Ehrenamtlichen und Auszubildenden des Berufsbildungswerks Nordhessen unter der Leitung von Bernhard Kreuzer. Auch die Hüttenwirte Ira und Sven packten mit an und sorgten fürs leibliche Wohl. Material wurde aus dem Tal geholt, Räume wurden ausgeräumt, das Team baute, isolierte und installierte. „Jeder wusste, was zu tun war“, heißt es dazu.
Nun steht der Winterraum fast fertig da, zum Saisonende im Oktober soll er fertiggestellt sein. Er wird mit Stockbetten, Decken, Herd und Geschirr ausgestattet. Als beheizbare Mini-Selbstversorgerhütte dient er – offen und zugänglich in Zeiten ohne Bewirtschaftung – als Unterkunft.
Nach intensiver Suche sei es gelungen, ein motiviertes Leitungsteam für die Familiengruppe zusammenzustellen. Nach langer Vakanz haben sich laut der Mitteilung fünf Familien bereit erklärt, künftig gemeinsame Unternehmungen mit weiteren interessierten Familien zu planen. Fast alle seien selbst junge Mütter oder Väter. Teilweise brächten sie bereits die erforderliche Ausbildung mit, andere absolvierten derzeit ihre Qualifikation.
Schließlich weist die Dinkelsbühler DAV-Sektion auf einen Vortrag von Bertram und Ingeborg Rueb am 23. September im kleinen Schrannensaal hin. Der Titel: „Faszinierende Bilderreise zum K2“. Im Mittelpunkt stehe der zweithöchste Berg der Erde – wild, entlegen und von atemberaubender Schönheit, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Die beiden Referenten wollten von ihrer anspruchsvollen Reise zum Basislager an der chinesischen Nordseite des K2 – einem entlegenen Zugang zu diesem majestätischen Riesen im Karakorum-Gebirge – berichten. Ihre Erlebnisse, Begegnungen und Herausforderungen sollen in eine Bilderreise, die die unberührte Hochgebirgswelt auf eindrucksvolle Weise erlebbar macht, eingebettet werden.
Der Vortrag beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Spenden sind aber, wie es heißt, willkommen.