Dietenhofen: Warum eine Kita ihre Kinder nun in diesem Zelt betreut | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.06.2024 16:13

Dietenhofen: Warum eine Kita ihre Kinder nun in diesem Zelt betreut

Die Kinder der Dietenhöfer Tagesstätte „Schabernack“ werden während der Renovierung ihrer Gruppenräume teilweise in einem Zelt betreut. (Foto: Yvonne Neckermann)
Die Kinder der Dietenhöfer Tagesstätte „Schabernack“ werden während der Renovierung ihrer Gruppenräume teilweise in einem Zelt betreut. (Foto: Yvonne Neckermann)
Die Kinder der Dietenhöfer Tagesstätte „Schabernack“ werden während der Renovierung ihrer Gruppenräume teilweise in einem Zelt betreut. (Foto: Yvonne Neckermann)

Die Räumlichkeiten im 30 Jahre alten Kindergartenbereich der Tagesstätte „Schabernack“ in Dietenhofen sind in die Jahre gekommen. Jetzt sollen sie in den nächsten Monaten saniert werden. Während dieser Zeit werden die Wichtel-, die Strolche- und die Mäxe-Gruppe jeweils drei Wochen lang teilweise in einem Zelt betreut.

Ausgenommen sind im Kindergartenbereich nur die Trolle, deren Gruppenraum sich in einem neueren Gebäudeteil befindet. Der Krippenbereich für die Betreuung der unter Dreijährigen, Baujahr 2016, ist nicht betroffen.

Zelt als Domizil für Wichtel, Mäxe und Strolche

Das Zelt wurde vom Ortsverband der DLRG zur Verfügung gestellt, mit Hilfe weniger Personen in einer guten Viertelstunde im Hof aufgebaut und anschließend provisorisch möbliert. Seit vergangener Woche dient es als Übergangsquartier für die Wichtel. Danach sind die Mäxe und zuletzt die Strolche an der Reihe.

Nach Informationen der Einrichtung soll das Zelt vor allem am frühen Vormittag zum Frühstücken genutzt werden, wenn es noch nicht so warm ist. Denn das Provisorium ist nicht klimatisiert und kann nur gekühlt werden, indem Durchzug hergestellt wird.

Das Mittagessen nehmen die Kinder daher im Besprechungsraum im Untergeschoss ein. Der dient auch bei schlechtem Wetter als Ausweichquartier. Ansonsten wird in die großzügigen Außenanlagen ausgewichen. „Der normale pädagogische Alltag findet damit im gewohnten und vollen Umfang statt“, teilt die Einrichtungsleitung mit.

Bislang keine Beschwerden von Eltern in Dietenhofen

Für die Kinder ist es ein Abenteuer und eine spannende Abwechslung. Für die Eltern bedeutet es jeweils einen zusätzlichen Tag ohne Kinderbetreuung. Denn während das Mobiliar ins Zelt und wieder zurück in den Gruppenraum zieht, müssen die Wichtel, Mäxe und Strolche jeweils zwei Tage daheim betreut werden. Um die Familien nicht zu sehr zu belasten, wurde auf einen anderen sonst turnusmäßigen Schließtag im Frühjahr verzichtet. Das Maximum von 30 Schließtagen im Jahr, das Bedingung für die staatliche Förderung ist, wird damit weiterhin nicht ausgeschöpft.

Weder Bürgermeister Rainer Erdel noch der Elternbeirat berichten bislang von Kritik oder Beschwerden. „Die Einrichtung ist immer sehr bemüht, einen Ausgleich zu schaffen, wenn zusätzliche Schließtage nötig sind“, hebt Elternbeiratsvorsitzende Tine Wenning hervor. Während der Renovierung auf das Zelt und in den Garten auszuweichen, hält sie für eine gute Lösung: „Grundsätzlich ist es doch begrüßenswert, wenn die Kinder viel draußen sind, vor allem im Sommer.“


Von Yvonne Neckermann
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