Diesmal haben die Ansbacher Basketballer das bessere Ende für sich | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.12.2025 20:43

Diesmal haben die Ansbacher Basketballer das bessere Ende für sich

David Kurpiela (am Ball, hier im Heimspiel gegen TS Jahn München) durfte sich in Unterhaching als Matchwinner feiern lassen. Sein letzter Wurf saß zum 88:87-Sieg. (Foto: Martin Rügner)
David Kurpiela (am Ball, hier im Heimspiel gegen TS Jahn München) durfte sich in Unterhaching als Matchwinner feiern lassen. Sein letzter Wurf saß zum 88:87-Sieg. (Foto: Martin Rügner)
David Kurpiela (am Ball, hier im Heimspiel gegen TS Jahn München) durfte sich in Unterhaching als Matchwinner feiern lassen. Sein letzter Wurf saß zum 88:87-Sieg. (Foto: Martin Rügner)

In der Vorwoche mussten sich die Ansbach Piranhas gegen Vilsbiburg mit 88:90 geschlagen geben, diesmal drehten sie den Spieß um und gewannen am 11. Spieltag der 1. Regionalliga Südost mit 88:87 bei den Haching Baskets. Was für eine Dramatik.

Über weite Strecken hatten die hapa-Korbjäger aus Ansbach die Partie im Griff, führten zu Beginn des letzten Viertels mit 12 Punkten Vorsprung, mussten am Ende aber nochmals gewaltig zittern. „Da haben wir einige Spielzüge schlampig abgeschlossen und damit den Gegner wieder rankommen lassen. Das war absolut unnötig, das Spiel hätten wir längst viel früher entscheiden müssen”, konnte hapa-Trainer Nico Probst nicht uneingeschränkt zufrieden sein.

Ausgeglichene Startphase

Nominiert für die Starting Five der Ansbacher wurden Joscha Eckert, Tevin Schnabel, Lars Lenke, Pablo Schmidt und Sebastian Schröder. Die führten sich sogleich gut ein. Schmidt verschaffte sich mit einem Block gegen den Hachinger Center Gaetan Schoentgen gleich mal Respekt. Auf der anderen Seite des Courts verfehlte ein Dreierversuch von Schröder noch den Korb, dann aber erzielte Lars Lenke die 2:0-Führung der Gäste, die Schoentgen postwendend egalisierte. Ausgeglichen ging es weiter. Das erste Ausrufezeichen setzte der Ansbacher Joscha Eckert mit einem erfolgreichen Dreier zur 11:5-Führung der Piranhas.

Die Hachinger blieben in Schlagweite (9:11), ehe auch Schmidt mit einem Distanzwurf erfolgreich war und die Gäste mit 16:11 in Führung warf. Den nächsten Dreier für Ansbach verwandelte Tobias Neubert zur 23:17-Führung, am Ende des 1. Viertels lag Ansbach mit 26:20 vorne.

Spektakulär eröffnete hapa-Kapitän Christian Imberi das 2: Viertel. Kurz hintereinander netzte er zwei Dreier zur 32:20-Führung ein, ehe Johannes Joos seine ersten beiden Punkte für Haching erzielte. Dann war wieder Imberi mit zwei verwandelten Freiwürfen an der Reihe (34:22 für Ansbach). In dieser Phase machten die Gäste auch beim Rebounden einen guten Job, was sie sich im Vorfeld auch vorgenommen hatten, nachdem sie in der Vorwoche bei der Heimniederlage gegen Vilsbiburg bei den vom Korb abspringenden Bällen noch Schwächen gezeigt hatten.

Ansbach lässt einige Würfe liegen

Abschütteln ließ sich Haching jedoch nicht. Mit einem 10:2-Lauf verkürzte der Gastgeber auf 32:36 – die Partie war wieder völlig offen. Die zwei Freiwürfe von Lenke, der 2-Punkte-Wurf von Schmidt und der Dreier von Schröder zur 44:36-Führung kamen zur rechten Zeit. Die Ansbacher bekamen aber Schoentgen nicht richtig in den Griff. Der scorte in den letzten Minuten des 2. Viertels regelmäßig und so führte Ansbach, das in dieser Spielphase einige Würfe liegen ließ, zur Pause nur mit 49:45.

Beste Punktesammler bei Haching nach 20 Minuten waren Schoentgen (14 Punkte) und Niklas Kropp (13). Zweistellig bei Ansbach hatten zu diesem Zeitpunkt schon Lenke (13) und Imberi (11) getroffen. Beim Rebounden hielten sich beide Teams fast die Waage (18:19), auch bei den Assists (6:5), den Steals (7:7) und den Ballverlusten (7:7) gab es keine großen Unterschiede. Bei den Dreiern jedoch hatte Haching ausnahmslos „Fahrkarten” geworfen (0/7), während Ansbach 5 von 14 Distanzwürfen im Korb unterbrachte.

Mit einem weiteren Dreier eröffnete Schröder für Ansbach das 3. Viertel zum 52:45, doch 3x3-Spezialist Kropp, der mit den Frankfurt Skyliners in Bahrein an der World-Tour teilgenommen hatte, hielt seine Hachinger auf Schlagdistanz (48:52). Danach blockte Lenke den ehemaligen Bundesligaspieler Johannes Joos aus und Tevin Schnabel netzte zur 54:58-Führung ein. Schröder blieb stabil, punktete mit zwei Freiwürfen und war schon wieder mit einem Dreier zum 59:52 erfolgreich, ehe bei den Gastgebern endlich auch der erste Distanzwurf durch Joshua Greene fiel (57:61).

Die letzten Aktionen zum Ende des 3. Viertels gehörten wieder den Gästen, die durch zwei Freiwürfe von Eckert, einem „Zweier” von David Kurpiela, erneut einem Dreier von Imberi und einem Nahdistanzwurf von Eckert auf 74:61 davonzogen. Mit diesem Ergebnis ging es in den Schlussabschnitt.

Als hätten sich die Hachinger ihre Dreier bis zum Schluss aufgehoben, trafen sie durch Daniel Riedrich und Kropp plötzlich aus der Distanz, während bei den Ansbachern die Bälle nun vom Ring wegsprangen. Die Folge war ein 70:75-Zwischenstand. Schröder beruhigte mit seinem 2-Punkte-Wurf wieder etwas die Nerven der Ansbacher, aber Riedrich netzte schon wieder einen Dreier zum 73:77 ein. Nun wurde es dramatisch. Kropp legte drei Punkte nach und stellte mit einem Freiwurf den 77:77-Gleichstand her. Lenke und Schmidt erzielten die 80:77-Führung für Ansbach, aber es standen noch sechs Minuten auf der Uhr.

Schröder und Imberi müssen mit dem 5. Foul vorzeitig runter

Erschwerend für die Piranhas kam die hohe Foulbelastung hinzu. Das Schiedsrichter-Gespann sorgte auf beiden Seiten mit komischen Entscheidungen für Verwirrung, häufiger betroffen war aber Ansbach. Vier Minuten vor dem Spielende war für Schröder wegen seines fünften Fouls die Partie vorzeitig beendet, wenig später folgte Imberi. Und plötzlich lag Haching mit 85:82 vorne. Schmidt verkürzte auf 85:84, doch Joos stellte auf 86:84. Auch Kropp durfte wieder an die Linie und verwarf ausgerechnet in der Crunchtime seinen einzigen von 16 Freiwürfen. Dennoch: Die Baskets führten eine Minute vor dem Ende mit 87:84.

Ansbach blieb dran, Nino Neubert verkürzte auf 87:86 und holte gleich darauf den wichtigen Defensiv-Rebound. Auf der Gegenseite netzte Kurpiela zur 88:87-Führung für die Gäste ein. Immer noch fünf Sekunden auf der Uhr. Haching nahm eine Auszeit, Nico Probst stoppte eine Sekunde vor Schluss ebenfalls nochmals die Uhr. Mit der letzten Aktion warf Haching den Ball beim Einwurf in die Hände der Ansbacher, die endlich aufatmen konnten: Der knappe Sieg war ihnen nicht mehr zu nehmen.

hapa Ansbach: Eckert (15 Punkte, 1 Dreier, 34:16 Minuten Einsatzzeit), Schnabel (2, 6:09), Kurpiela (6, 15:32), Nino Neubert (2, 15:48), Imberi (14, 3, 18:59), Stüben (-, 2:38), Lenke (15, 27:24), Schmidt (14, 23:54), Tobias Neubert (3, 1, 13:05), Schröder (14, 3, 21:53), Nzeocha (3, 16:07), Ides (-, 4:13).

Beste Werfer Haching: Kropp 31 (15/16 Freiwürfe), Riedrich (19), Joos (12).

Viertelstände: 20:26, 25:23, 16:25, 26:14.

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