Diese Bufdis sind die dritte Kraft bei Krankentransporten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.09.2023 17:53

Diese Bufdis sind die dritte Kraft bei Krankentransporten

Ralph Engelbrecht, Harry Scheuenstuhl, Henning Schmidt und Wolfgang Knapp (hinten stehend von links) begrüßten gestern vier der fünf neuen Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (von links) Elisa Dehn, Franziska Reuther, Lukas Hertlein und Maximilian Tudor. (Foto: Ute Niephaus)
Ralph Engelbrecht, Harry Scheuenstuhl, Henning Schmidt und Wolfgang Knapp (hinten stehend von links) begrüßten gestern vier der fünf neuen Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (von links) Elisa Dehn, Franziska Reuther, Lukas Hertlein und Maximilian Tudor. (Foto: Ute Niephaus)
Ralph Engelbrecht, Harry Scheuenstuhl, Henning Schmidt und Wolfgang Knapp (hinten stehend von links) begrüßten gestern vier der fünf neuen Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes (von links) Elisa Dehn, Franziska Reuther, Lukas Hertlein und Maximilian Tudor. (Foto: Ute Niephaus)

Viele Aufgaben und ein Einblick in ein bisher noch nicht bekanntes Gebiet erwarten die jungen Leute, die am Freitag ihren Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) beim Kreisverband des BRK begannen. Ein Jahr lang werden sie in der Abteilung Rettungsdienst vor allem Krankentransporte übernehmen.

Der Bundesfreiwilligendienst war 2011 auf Initiative des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend eingeführt worden. Er hat das Ziel, mehr Menschen zu gewinnen, die sich freiwillig engagieren. Darauf ist man auch beim BRK angewiesen. Während man früher laut BRK-Kreisvorsitzendem Harry Scheuenstuhl Zivildienstleistende rekrutieren konnte, freut man sich nun, wenn junge Frauen und Männer als Bufdi oder Absolvent eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) beim BRK aktiv werden.

Wer danach bleiben will, ist höchst willkommen. Zum einen besteht die Möglichkeit, als Rettungssanitäter zu wirken oder eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter zu absolvieren, erläuterte Scheuenstuhl. „Wir hoffen, dass es ihnen bei uns gefällt und sie viele Erfahrungen sammeln können“, erklärte er.

Das wünschen sich die 18- und 19-Jährigen, die am Freitag eine Einweisung in ihre Aufgaben erhielten und die Einsatzbekleidung, bestehend aus einer orangenen Jacke und Hose sowie einem weißen Polo-Shirt, gleich überziehen konnten. Diese passte bestens.

Grundlagenkurs zum Einstieg

Nun steht ein vierwöchiger, 160 Stunden umfassender Kurs an. „Dabei werden die Grundlagen für den Rettungssanitäter vermittelt“, erläuterte der Leiter Rettungsdienst, Henning Schmidt. Krankheitslehre, Lagertechniken, Assistenzmaßnahmen, lebensrettende Sofortmaßnahmen, die Vorbereitung für Infusionen, zum Intubieren oder zum intravenösen Zugang gehören ebenfalls dazu. Vermittelt wird ferner, wie medizinische Geräte funktionieren. Nicht zu kurz kommt das Thema Reanimation. Am Ende der vier Wochen steht eine Prüfung an, führte Wolfgang Knapp, stellvertretender Leiter Rettungsdienst, aus.

Danach ist es an der Zeit, zuerst als dritte Kraft bei Krankentransporten im Fahrzeug dabei zu sein, um unter fachkundiger Leitung die Praxis kennenzulernen. Bevor sie als Fahrerin oder Fahrer dann selbst hinter dem Steuer sitzen, wird mit Kollegen ohne Patienten an Bord geübt. Zu Rettungseinsätzen werden die Freiwilligendienstler nicht losgeschickt.

Aktiv werden müssen sie jedoch in der Klinik. Dann stehen die Bereiche Notaufnahme, Pflege, Geriatrie, aber auch Einblicke in die Arbeit auf der Intensivstation sowie im OP auf dem Programm. Kreisgeschäftsführer Ralph Engelbrecht und Henning Schmidt freuen sich, dass man in diesem Jahr gleich fünf Freiwilligendienstler gewinnen konnte, ein weiterer könnte sich noch dazugesellen. 2022 hatte man lediglich einen Absolventen.

Zeit vor Studium sinnvoll nutzen

Was bewegte die jungen Leute, nach dem Abitur ein Jahr zum BRK er gehen? Elisa Dehn wollte in dem Jahr zwischen Schulabschluss und einem Studium der Sportwissenschaften oder Sportpsychologie etwas Soziales machen. Viele Familienangehörige von Franziska Reuther arbeiten in der Alten- und Krankenpflege oder in einem sozialen Beruf. Sie wollte es ihnen vor dem Studium gleich tun. Lukas Hertlein war bereits als Schulsanitäter im Einsatz. Da lag es nahe, vor einem möglichen Maschinenbaustudium auf diesem Gebiet weiterzumachen. Maximilian Tudor interessiert sich für den medizinischen Bereich. Da er noch nicht weiß, worauf er einmal den Fokus legen soll, sieht er das Jahr als eine gute Chance, seine Stärken auszuloten.

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