Belastungsprobe für Deutschlands Autobahnen: Die einen reisen zurück, die anderen brechen auf in die Urlaubsregionen im Süden sowie an die Nord- und Ostseeküste.
Auto Club Europa (ACE) und ADAC erwarten am kommenden Wochenende (14. bis 16. August) wieder viel Verkehr. Denn: In fünf Bundesländern (Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) enden die Sommerferien. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bricht die letzte Ferienwoche an, in Nordrhein-Westfalen die letzten zwei. Der Feiertag Mariä Himmelfahrt am Samstag, dem 15. August, und das italienische Ferragosto verschärfen die Verkehrslage zusätzlich.
Zäh wird es vor allem am Freitagnachmittag und -abend in den Süden und in Richtung der Küsten. Die größten Staus im Rahmen des Rückreiseverkehrs erwartet der ADAC am Sonntagnachmittag und -abend vor allem aus dem Süden in Richtung Norden sowie von der Nord- und Ostsee kommend.
Der Freitag sollte laut Einschätzung des ACE in den frühen Morgenstunden ruhig starten. Ab dem späten Vormittag steigt das Verkehrsaufkommen stark an. Ab Mittag kommt der reguläre Berufsverkehr erschwerend hinzu. Auch auf den alpenquerenden Transitrouten baut sich ab dem Nachmittag dichte Kolonnenfahrt auf, die bis in die späten Abendstunden anhalten kann.
Am Samstag wird es ab dem frühen Morgen voll in Richtung Süden und zur Nord- sowie Ostseeküste. Ab dem späten Vormittag setzt der Rückreiseverkehr in der Gegenrichtung ein. Von 8 bis 17 Uhr besteht durchgehend höchstes Staurisiko. Zwar bringt das samstägliche Ferienfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen eine gewisse Grundentlastung, es könne die Verzögerungen durch die enorme Dichte an Pkw und Gespannen aber keineswegs verhindern, warnt der ACE.
Am Rückreisetag Sonntag finden Autofahrende am frühen Vormittag die besten Bedingungen vor. Ab Mittag nimmt das Verkehrsaufkommen deutlich zu, vor allem in Richtung Norden und Westen. Bis zum Abend ist dann mit hoher Staugefahr zu rechnen.
Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
Auch in den Nachbarländern bleibt die Verkehrslage angespannt. Auf der West Autobahn (A1), der Tauern Autobahn (A10), der Karawanken Autobahn (A11), der Inntal Autobahn (A12) und der Brenner Autobahn (A13) in Österreich muss mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Auch auf der Fernpassstraße (B179) und der Arlbergstraße (B197) müssen Autofahrer mit längeren Staus rechnen, so der ADAC.
In der Schweiz wird es vor allem auf den Nord-Süd-Verbindungen, insbesondere auf der Gotthard-Route (A2) und der San-Bernardino-Route (A13) sowie auf den Autobahnen A1 und A3 dicht.
In Italien sollten Urlauber den Feiertag Ferragosto auf dem Schirm haben. Vor allem auf der Brennerroute (A22) sowie auf der Strecke von der Schweizer Grenze über Mailand nach Genua (A9/A7) müssen Autofahrer mit langen Staus rechnen.
Bei der Einreise nach Deutschland können aufgrund der Grenzkontrollen zusätzlich Wartezeiten entstehen.
© dpa-infocom, dpa:260810-930-508420/1