Die Synagoge aus Allersheim und ihre Geschichte | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.12.2024 07:00

Die Synagoge aus Allersheim und ihre Geschichte

Dr. Herbert May und Saskia Müller präsentieren ihr Werk, das sie kürzlich vorgestellt haben. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Dr. Herbert May und Saskia Müller präsentieren ihr Werk, das sie kürzlich vorgestellt haben. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Dr. Herbert May und Saskia Müller präsentieren ihr Werk, das sie kürzlich vorgestellt haben. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Ein Buch mit 240 Seiten sollte es werden, jetzt ist das Werk von Dr. Herbert May und Saskia Müller erschienen – mit knapp 450 Seiten. Thema: „Landsynagogen in Franken – Das Beispiel der jüdischen Gemeinde Allersheim“.

Die Gewichtung des Buches unterstreichen die Grußworte. Unter anderem sind Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, und Dr. Ludwig Spaenle, MdL und „Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe“, vertreten.

Widmung für Andrea Kluxen

Gewidmet ist die Publikation Dr. Andrea Kluxen, der ehemaligen Kulturdirektorin und Bezirksheimatpflegerin des Bezirks Mittelfranken, und damit einer Person, die sich langjährige Verdienste bei der Erforschung jüdischen Lebens im fränkischen Raum erworben hat. Seit rund einem Jahr steht die Synagoge aus Allersheim im Freilandmuseum in Bad Windsheim und ist den Besuchern zugänglich. Dabei wäre das halb verfallene Haus fast der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Dass es nun neben der evangelischen Spitalkirche und der katholischen Kapelle aus Rodheim ein jüdisches Gotteshaus im Museum zu sehen gibt, ist zunächst Joachim Braun zu verdanken.

Seine Forschungen zum jüdischen Leben in unterfränkischen Allersheim im Ochsenfurter Gau gaben Aufschluss über die Synagoge. Hans-Christof Haas war es, der maßgebliche Grundlagen für den „Umzug“ ins Freilandmuseum schuf. Beide kommen mit eigenen Kapiteln im Buch zu Wort. Dieter Gottschalk ist mit einem Beitrag zur Baugeschichte dieser Synagoge vertreten.

Jüdische Glaubenspraxis

Ein weiterer Schwerpunkt des Werkes ist die „Jüdische Glaubenspraxis. Weitere 94 Seiten von unterschiedlichen Autoren widmen sich dem Thema „Jüdisches im Museum – die Synagoge als Gedenkort“. Bei insgesamt 14 Autoren darf der Leser sicher sein, dass in dem Buch sowohl die historische Seite des jüdischen Lebens in Allersheim in all seinen Facetten bis hin zu Deportation und Ermordung von Juden durch die Nazis Eingang findet. Ebenso die Nutzung der Synagoge, der Aufbau und die Bauhistorie dieser einzigen Synagoge in einem süddeutschen Freilichtmuseum.

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Kurze Biografien

Weitere Beiträge „spüren einzelnen Allersheimer Jüdinnen und Juden in kurzen Biografien nach und beleuchten kultur- sowie religionsspezifische Aspekte gemeindlichen jüdischen Lebens“.

In seiner Ausführlichkeit und den unterschiedlichen Betrachtungsweisen ist das Buch ein herausragender Brückenschlag zwischen dem jüdischen Leben sowie der Historie der Synagoge in Allersheim zur Gegenwart mit dem wiedererstandenen jüdischen Gotteshaus im Freilandmuseum.

Das kürzlich erschienene Buch ist im örtlichen Buchhandel verfügbar oder online zu bestellen. Außerdem ist es an der Kasse des Fränkischen Freilandmuseums in Bad Windsheim zu erwerben.


Von Hans-Bernd Glanz
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