Der Lebkuchenverkauf im Supermarkt läuft seit Hochsommer. Da kann es nicht verboten sein, im Spätherbst Weihnachtssterne an den Stadttoren zu montieren. Am Donnerstag verrichteten die Männer des Bauhofs in Rothenburg die wichtige Aufgabe. Leuchten werden die Teile erst zur Adventszeit.
Mit den jeweils 80 Kilo schweren Aluminiumkonstrukten werden traditionell die vier Hauptzugänge zur Altstadt dekoriert, also das Röder-, das Galgen-, das Spital- und das Klingentor. Ein achtköpfiges Team des Stadtbauhofs ist mit der Arbeit einen Vormittag beschäftigt. Pro Stern dauert es etwa eine Stunde.
Transportiert und angeliefert wird jedes Exemplar mit eingeklappten Zacken. Nach erfolgter Entfaltung legen die Männer den Stern mit einem Durchmesser von dreieinhalb Metern auf Böcken ab, stecken Dichtungsringe auf die Fassungen, damit dort keine Feuchtigkeit hinkommen kann, und schrauben dann die insgesamt 105 Lampen hinein.
An Seilen, die aus dem Turmerker heruntergelassen wurden, wird das Teil dann befestigt und nach oben gezogen. Stabil und absolut sturmsicher befestigen lässt sich jeder Stern dann unten durch Einhängung in U-Eisen-Vorrichtungen zweier Rohre, die durch das Mauerwerk herausgeführt werden, und oben mittels zweier Haken, für die an der Wand passende Ösen vorhanden sind. Da werden noch Splinte zur Rundum-Absicherung durchgeschoben. Die Sternlein prangen also wieder, auch wenn sie vorläufig noch nicht gleich golden leuchten.