Die Modernisierung der Schulsportanlage an der Weinbergschule ist angelaufen. Die Neugestaltung sollte eigentlich bereits im vergangenen Jahr von statten gehen, sie wurde aber gestrichen, als die Regierung von Mittelfranken den Haushalt der Stadt für 2024 nicht genehmigte.
Dabei wurde sie sogar zunächst ins Jahr 2026 geschoben. Doch nun ging es doch schneller. Dass der Sportplatz Sanierungsbedarf hat, hat der Bauausschuss bereits im September 2023 festgelegt. Die Anlagen stammen im Kern aus den 1970er-Jahren, zuletzt wurden sie 2015 aufgehübscht, wie die Verwaltung im Januar im Bauausschuss informiert hatte.
Der Zustand der Sportfreiflächen galt als besorgniserregend: Laufbahnen waren gesperrt, die Beschichtung des Tartanbodens war abgenutzt. Zudem gab es mit diversen Unebenheiten im Boden echte Stolperfallen, die eine Verletzungsgefahr darstellten. Problematisch war auch die Funktionsweise der Entwässerungseinrichtungen. Sie funktionierten nur noch eingeschränkt.
Wie die Stadt auf Anfrage mitteilte, werden Laufbahn und Allwetterplatzes inklusive der Einfassungen und Entwässerungseinrichtungen neu gemacht. In den vergangenen Tagen haben Arbeiter bereits die Beläge und den Unterbau entfernt. Nun geht es darum, die Sportanlage von Grund auf komplett neu aufzubauen.
„Wegen einer Senkstelle am westlichen Rand des Allwetterplatzes wird dieser um rund zehn Meter nach Osten versetzt“, machte die Stadtverwaltung gegenüber der FLZ deutlich. Auch die Weitsprunganlage wird entsprechend versetzt. Aus den Planungen gefallen ist die Hochsprunganlage. Eine solche gebe es in der Turnhalle. Deshalb werde eine weitere im Außenbereich nicht benötigt, erklärte die Stadt.
Der Zeitplan sieht eine Fertigstellung rund um den 1. August vor, also passend zum Beginn der Sommerferien. Während der Bauzeit könnten die Schüler von Weinbergschule, Pestalozzi-Schule, Fachoberschule und Montessori-Schule ihren Sportunterricht in der Turnhalle der Weinbergschule abhalten. Deren Nutzung wird durch die laufenden Bauarbeiten nicht eingeschränkt. Zudem sei den Nutzern angeboten worden, während der Sanierungsarbeiten auf umliegende Schulsportanlagen auszuweichen, hieß es seitens der Stadt.
Nach Fertigstellung werde die Anlage wieder wie gewohnt den Schulen, Vereinen oder auch anderen Gemeinschaften kostenfrei zur Verfügung stehen. Von einer Öffnung für alle, wie sie vor einigen Jahren praktiziert worden ist, sieht die Verwaltung jedoch ab. „Leider wurden Vermüllung und Vandalismus auch auf der Anlage zunehmend zu einem Problem. Daher ist die allgemeine Öffnung der Anlage aus Sicht der Verwaltung nicht mehr mit den Anforderungen des Schulsportbetriebes vereinbar“, teilte sie auf FLZ-Anfrage mit.
Insgesamt kostet die Sanierung nach Stand der Dinge rund 450.000 Euro. Über den kommunalen Finanzausgleich fließen knapp 260.000 Euro an Förderung an die Stadt. Die ursprüngliche Kostenschätzung war von rund 500.000 Euro ausgegangen.