Die Scheinfelder Jugendtheatergruppe Smash zeigt eine zauberhafte Weltenrettung | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 22.07.2025 07:00

Die Scheinfelder Jugendtheatergruppe Smash zeigt eine zauberhafte Weltenrettung

Das Jugendtheater Smash überzeugte auch bei seiner zweiten Produktion mit dem selbstverfassten Stück „Weltenwanderer”. Im Bild eine Szene mit – von links – Zauberin Muriel (Swea Ludwig), dem unverhofften Helden Paul (Felix Röder), der todkranken Gestaltwandlerin Laurin (Aila Rodamer) und Bogenschützin Aluna (Sandra Abou Azan).  (Foto: Andreas Reum)
Das Jugendtheater Smash überzeugte auch bei seiner zweiten Produktion mit dem selbstverfassten Stück „Weltenwanderer”. Im Bild eine Szene mit – von links – Zauberin Muriel (Swea Ludwig), dem unverhofften Helden Paul (Felix Röder), der todkranken Gestaltwandlerin Laurin (Aila Rodamer) und Bogenschützin Aluna (Sandra Abou Azan). (Foto: Andreas Reum)
Das Jugendtheater Smash überzeugte auch bei seiner zweiten Produktion mit dem selbstverfassten Stück „Weltenwanderer”. Im Bild eine Szene mit – von links – Zauberin Muriel (Swea Ludwig), dem unverhofften Helden Paul (Felix Röder), der todkranken Gestaltwandlerin Laurin (Aila Rodamer) und Bogenschützin Aluna (Sandra Abou Azan). (Foto: Andreas Reum)

Das Gute gewinnt. Und das in jeder Hinsicht, jedenfalls im Stück „Weltenwanderer“, das die Scheinfelder Jugendtheatergruppe „Smash“ an drei Abenden mit großem Erfolg vor Publikum präsentierte.

In dem selbstverfassten Werk geht es um den Schüler Paul (gespielt von Felix Röder). Paul ist unglücklich, denn er wird von seinen Mitschülerinnen drangsaliert – so sehr, dass er am liebsten entfliehen möchte. Das Gute, das ist für Paul zunächst einmal schlicht die Abwesenheit des Bösen.

Das ist die Einstiegsszene, die in der Freilicht-Inszenierung der Smash-Gruppe im Hier und Jetzt vor dem Schwarzenberger Hochschloss spielt. Paul wird wieder mal von Chantal (Miriam Kuballa) und Zeynep (Mona Kretzschmann) gemobbt. Er rennt weg und möchte sich verstecken. Seine Flucht führt ihn jedoch unverhofft in eine Parallelwelt. Chantal, Zeynep und die komplette Zuschauerschar folgen ihm durch die Nebelschwaden zum Hauptspielort des Stückes, einer Wiese des Schlossgeländes, die Waschplatz genannt wird.

Doch kaum auf der Bühne angekommen, muss Paul feststellen, dass er sich nicht nur in einer Fabelwelt befindet, sondern dass dort ebenfalls das Böse dominiert. Die Vampirfürstin Fiona von Fionor (Sina Schroth) hat alles und jeden unter ihrer Fuchtel.

Befreiung vom Joch der Vampire

Immerhin aber regt sich noch Widerstand, insbesondere in Person der Zauberin Muriel (Swea Ludwig). Sie sieht in Paul einen Hoffnungsträger, da er bestens zu einer Weissagung passt, die der Fabelwelt die Befreiung vom Joch der Vampire verheißt. Paul fügt sich in die ihm zugewiesene Heldenrolle – nicht, weil er will, sondern weil ihm nichts anderes übrig bleibt.

Das könnte Sie auch interessieren
Saisonstart in Rothenburg: Was das Toppler-Theater mit einem Jeep zu tun hatWaschmaschine für Kreuzgang-Ensemble: Praktische Hilfe vom FördervereinLandestheater Dinkelsbühl: „Kohlhiesls Töchter“ mit Musik und HintersinnSchlosshofkonzerte in Neustadt/Aisch 2026: Humor, Energie und PoesieTheaterspaziergang der Kreuzgangspiele: Spannende Ecken und nahes SchauspielSchlossfest Dietenhofen: Warum der Mut zum Open Air belohnt wurdeHöhere Preise beim Landestheater Dinkelsbühl: Mehrkosten durch neues TicketsystemPremiere für Feuchtwanger Bürgermeister: Erste Begrüßung des Kreuzgang-EnsemblesBald ein eigenes Theaterhäuschen in Burgoberbach? Der TuK träumt davonDas Dinkelsbühler Landestheater startet mit Zuversicht in die SommerfestspieleDer Feuchtwanger „Festspielfrühling” stimmt auf die Kreuzgangspiele ein„Bambi Fuchs – MordsHunger”: Neues Stück fürs Bad Windsheimer Theater in der StadtZum 15. Mal in Ansbach: die Kaspar-Hauser-FestspieleMusicaldarsteller Jürgen Brehm: Von Oberdachstetten auf Deutschlands große BühnenArbeit im Hintergrund gewürdigt: Bühnentechniker des Landestheaters ausgezeichnet

Dass Paul, Muriel und ihre Gefolgsleute letztlich erfolgreich sind, haben sie auch dem Umstand zu verdanken, dass sowohl Chantal und Zeynep geläutert werden, als auch Vampirtochter Lyanna von Fionor (Antonia Rückel) mit ihrer Mutter bricht und sich auf die gute Seite schlägt.

Das Smash-Ensemble ist auch bei seiner zweiten Produktion - voriges Jahr feierte man mit Robert Louis Stevensons „Schatzinsel” Premiere - mit sichtlicher Begeisterung und Spielfreude am Werk und weiß auch so manche Pointe gut zu setzen. Dass Mut und Zuversicht und vor allem freundschaftliches Verhalten am Ende die Oberhand behalten und sowohl die Fabelwelt als auch die Realität zu bessern vermögen, mag dabei ein pädagogisches Konzept gewesen sein. Als Fingerzeig ans Publikum darf es allenthalben verstanden werden.

north