Am Morgen gingen noch viele Blicke sorgenvoll Richtung Himmel: Der hatte seine Schleusen geöffnet und es regnete. „Was wird aus unserem fünften Straßenfasching?“ Das fragten sich die Neuhöferinnen und Neuhöfer – besonders die Veranstalter, die Dorfmadli und die Mitglieder der Soldaten- und Reservistenkameradschaft.
Doch Petrus muss wohl auch ein Faschingsnarr sein, der pünktlich zum Startschuss die Sonne nach Neuhof schickte. Und so konnten die Faschingsverrückten auf dem Marktplatz ganz entspannt ihr Prinzenpaar Kerstin I. und Thomas II. im offenen Cabrio mit einem kräftigen „Neihof B-haa“ begrüßen. Das „B-haa“ haben sich die Neuhöfer angeeignet, um sich von den Nachbargemeinden Markt Erlbach und Wilhermsdorf abzugrenzen, denn dort heißt es „A-haa“.
In ihrer emotionsgeladenen Ansprache wiesen die Hoheiten besonders darauf hin, dass die Dorfmadli und die Soldaten und Reservisten sich eben auch gerne um die Tradition bemühen und den Fasching wieder aufleben ließen. Außerdem betonte das Duo, dass ja wohl jeder kapiert haben müsste, dass sich in Neuhof auch die Frauenpower ausgebreitet habe – schließlich seien sowohl das Rathaus als auch das Pfarrhaus „fest in Frauenhand“.
Zum Nachdenken allerdings brachte das Prinzenpaar die Gäste auch, schließlich wisse man eigentlich nie, wann die Straßenlampen ausgehen oder ob es da vielleicht gut sei, ein Handy mit Taschenlampe dabei zu haben, wenn man nachts unterwegs ist. Anschließend tanzten die Blue Girls der Wilhermsdorfer „Edburmis“ für die Neuhöfer Narren, dann war der Marktplatz offen für alle.
Die Polonaise schlängelte sich über den Platz, es wurde getanzt und gefeiert. Dazwischen gab es noch einige Einlagen diverser Garden und des Musical-Vereins Wachendorf. Für die musikalische Umrahmung sorgte Maximilian Boy.