Auch vor den Schulen im Stadtgebiet wird deutlich zu schnell gefahren. Auf die von der Verwaltung veröffentlichten Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen hat die Offene Linke (OLA) nun reagiert: Eigene Radarkontrollen der Stadt sollen für deutlich mehr Sicherheit sorgen.
„Die zunehmende Raserei mancher Autofahrer in unserer Stadt erfordert konsequentes Handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass laut Erhebungen an den Grundschulen in Eyb, Hennenbach und der Güllschule tausende Wagenlenker deutlich zu schnell fahren und so Kinder gefährden“, echauffieren sich die OLA-Stadträte Boris-Andre Meyer sowie Uwe und Milan Schildbach in ihrem Schreiben an Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU).
Ende Mai hatte die Stadt im nichtöffentlichen Teil des Umwelt- und Verkehrsausschusses die Ergebnisse einer eigenen Tempoüberwachung präsentiert. So wurde etwa bei der Messung vor dem Sportgelände in Eyb in einem Zeitraum von September 2022 bis Mai 2023 knapp 30.000 Verkehrsteilnehmer erfasst, die sich nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten hatten.
Ein Drittel war bis zu 19 km/h zu schnell, annähernd die gleiche Zahl war mit bis zu 29 km/h darüber rasant unterwegs. Über 6000 Fahrer hatten bis zu 39 km/h zu viel auf dem Tacho. Doch damit nicht genug: Beinahe 400 motorisierte Verkehrsteilnehmer rauschten mit mehr als 40 Sachen über dem erlaubten Limit in Eyb vorbei. Der traurige Spitzenreiter brachte es gar auf 137 km/h.
Laut OLA soll die Stadt „die rudimentären Radarmessungen des Zweckverbandes durch eigene engmaschige, scharfe Kontrollen“ ergänzen. Die Stadt hatte zuvor bekanntgegeben, dass der Zweckverband Verkehrsüberwachung im Großraum Nürnberg „dies strukturell bedingt nicht allein bewerkstelligen“ könne.
Mit eigenen Blitzern werde nicht nur ein Plus an Sicherheit auch vor Kindergärten oder Seniorenwohnheimen erzeugt, meint die OLA, die auch Mehreinnahmen für die Stadt in Aussicht stellte.