Die Offene Linke will Raser in Ansbach ausbremsen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.08.2023 14:43

Die Offene Linke will Raser in Ansbach ausbremsen

Polizei und Verkehrsüberwachung kommen in Ansbach mit der strafrechtlichen Erfassung und Verfolgung von Rasern nicht mehr hinterher. Das sagt die OLA und fordert nun städtische Blitzer. (Symbolbild: Daniel Karmann/dpa)
Polizei und Verkehrsüberwachung kommen in Ansbach mit der strafrechtlichen Erfassung und Verfolgung von Rasern nicht mehr hinterher. Das sagt die OLA und fordert nun städtische Blitzer. (Symbolbild: Daniel Karmann/dpa)
Polizei und Verkehrsüberwachung kommen in Ansbach mit der strafrechtlichen Erfassung und Verfolgung von Rasern nicht mehr hinterher. Das sagt die OLA und fordert nun städtische Blitzer. (Symbolbild: Daniel Karmann/dpa)

Auch vor den Schulen im Stadtgebiet wird deutlich zu schnell gefahren. Auf die von der Verwaltung veröffentlichten Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen hat die Offene Linke (OLA) nun reagiert: Eigene Radarkontrollen der Stadt sollen für deutlich mehr Sicherheit sorgen.

„Die zunehmende Raserei mancher Autofahrer in unserer Stadt erfordert konsequentes Handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass laut Erhebungen an den Grundschulen in Eyb, Hennenbach und der Güllschule tausende Wagenlenker deutlich zu schnell fahren und so Kinder gefährden“, echauffieren sich die OLA-Stadträte Boris-Andre Meyer sowie Uwe und Milan Schildbach in ihrem Schreiben an Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU).

Der Großteil fuhr deutlich zu schnell

Ende Mai hatte die Stadt im nichtöffentlichen Teil des Umwelt- und Verkehrsausschusses die Ergebnisse einer eigenen Tempoüberwachung präsentiert. So wurde etwa bei der Messung vor dem Sportgelände in Eyb in einem Zeitraum von September 2022 bis Mai 2023 knapp 30.000 Verkehrsteilnehmer erfasst, die sich nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit gehalten hatten.

Ein Drittel war bis zu 19 km/h zu schnell, annähernd die gleiche Zahl war mit bis zu 29 km/h darüber rasant unterwegs. Über 6000 Fahrer hatten bis zu 39 km/h zu viel auf dem Tacho. Doch damit nicht genug: Beinahe 400 motorisierte Verkehrsteilnehmer rauschten mit mehr als 40 Sachen über dem erlaubten Limit in Eyb vorbei. Der traurige Spitzenreiter brachte es gar auf 137 km/h.

Verkehrsüberwachung schafft es nicht alleine

Laut OLA soll die Stadt „die rudimentären Radarmessungen des Zweckverbandes durch eigene engmaschige, scharfe Kontrollen“ ergänzen. Die Stadt hatte zuvor bekanntgegeben, dass der Zweckverband Verkehrsüberwachung im Großraum Nürnberg „dies strukturell bedingt nicht allein bewerkstelligen“ könne.

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Mit eigenen Blitzern werde nicht nur ein Plus an Sicherheit auch vor Kindergärten oder Seniorenwohnheimen erzeugt, meint die OLA, die auch Mehreinnahmen für die Stadt in Aussicht stellte.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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