Die neue Weinprinzessin in Tauberzell heißt Maren Pflüger und kommt aus dem Adelshöfer Gemeindeteil Großharbach. Zu ihrer Krönung waren viele Hoheiten von der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße ins Taubertal gekommen, darunter auch die Fränkische Weinkönigin Antonia Kraiß aus Nordheim.
Bürgermeister Johannes Schneider ist auch Vorsitzender des Heimat- und Weinbauvereins. Er formulierte zum Auftakt das Wort „Ein guter Wein ist wie ein guter Freund“ und bedankte sich vor allem bei drei ehemaligen Tauberzeller Weinprinzessinnen, die an diesem Abend für die reibungslose Verköstigung der zahlreichen Gäste sorgten.
CSU-Landtagsabgeordneter Andreas Schalk betonte, dass es in seinem Stimmkreis nur einen Weinort gebe. Er sei beeindruckt vom geselligen Miteinander in Tauberzell, was nur durch die vielen tatkräftigen Ehrenamtlichen möglich sei. Landrat Dr. Jürgen Ludwig meinte, dass die Zeiten für den Weinbau aktuell nicht ganz einfach seien. Der Absatz von alkoholischen Getränken gehe im Moment deutlich zurück. Er freue sich über die besondere Atmosphäre in Tauberzell und die Pflege langjähriger Traditionen in der Weinbaugemeinde.
Bezirksrat Herbert Lindörfer (CSU) dankte der scheidenden Prinzessin Nina I., die „unser Mittelfranken“ ganz toll repräsentiert habe. Auch in seiner Heimat Feuchtwangen, etwa bei den Bayerischen Pokermeisterschaften in der Spielbank, sei man sich begegnet. Als Kulturbeauftragter präsentierte er den Tauberzellern eine ausgefallene Idee und schlug vor, die alte Holzdecke in der Hirtenscheune mit Bildern aller bisherigen Weinprinzessinnen zu bemalen.
Bürgermeisterin Dorina Jechnerer aus Herrieden verwies auf die jahrhundertealte Verbindung zwischen der Altmühlstadt und Tauberzell. Diese gelte es auf jeden Fall weiterhin lebendig zu erhalten. Der Rothenburger Oberbürgermeister Dr. Markus Naser, der erstmals bei der Krönung einer Weinprinzessin in Tauberzell dabei war, lobte die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt und Tauberzell, vor allem beim Weindorf.
CSU-Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer bestätigte, dass der Wein auf dem Markt zurzeit nicht so gut aufgestellt sei. „Die Leute trinken weniger, und die Zölle machen sich auch bemerkbar.” Er werde sich aber bemühen, „dass in den deutschen Botschaften auch deutscher Wein getrunken wird”.
Die fränkische Weinkönigin Antonia blickte auf die vielen Termine zurück, die sie gemeinsam mit Nina I. absolviert hat. An die neue Weinprinzessin gewandt, meinte sie: „Ein ganz spannender Job liegt vor dir. Genieße jeden Moment, den du hast.“
Stefan Horndasch, stellvertretender Landrat, Schirmherr des Tauberzeller Weinfestes und humorvoll „Weinprinzessinnenbeauftragter“ genannt, attestierte Nina I., das Naturprodukt und Genusslebensmittel Wein engagiert und charmant vertreten zu haben. Er bedankte sich bei den Winzern in Tauberzell für die gute Zusammenarbeit und für die großartige Gemeinschaftsleitung beim jährlichen Tauberzeller Weinfest.
Nina I. bat die anwesenden 16 Weinhoheiten um eine kurze Vorstellung. Insgesamt sei sie bei 83 Terminen präsent gewesen. Mit persönlichen Worten bedankte sie sich bei Stefan Horndasch und Johannes Schneider für die Begleitung bei vielen Festen und Veranstaltungen, bei den Weinprinzessinnen für die gute Gemeinschaft und besonders bei ihrer Familie für die hilfreiche Unterstützung.
Mit einer Präsentation unter dem Titel „Wo ich überall war“ blickte sie noch einmal auf die schönsten Erlebnisse ihrer Regentschaft zurück. Der wohl emotionalste Moment dieses Abends war die Abkrönung Ninas, die Altbürgermeister Werner Herzog vornahm. Herriedens Bürgermeisterin Dorina Jechnerer übernahm von ihm die Krone und setzte sie der neuen Weinprinzessin Maren I. auf. Von allen Seiten kamen Glückwünsche für die frisch gekrönte Hoheit und manche tröstende Umarmung für Nina I., die voller Dankbarkeit feststellte: „Mein Kindheitstraum hat sich erfüllt.“