Die Knabenkapelle feiert ihr historisches Zuhause | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.09.2023 13:07

Die Knabenkapelle feiert ihr historisches Zuhause

Erhielt reichlich Applaus für die Kostproben ihres Könnens: Die Knabenkapelle Dinkelsbühl vor der Stadtmühle, in der das Ensemble seit nunmehr zehn Jahren ihr Domizil hat. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Erhielt reichlich Applaus für die Kostproben ihres Könnens: Die Knabenkapelle Dinkelsbühl vor der Stadtmühle, in der das Ensemble seit nunmehr zehn Jahren ihr Domizil hat. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Erhielt reichlich Applaus für die Kostproben ihres Könnens: Die Knabenkapelle Dinkelsbühl vor der Stadtmühle, in der das Ensemble seit nunmehr zehn Jahren ihr Domizil hat. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Seit nunmehr zehn Jahren hat die Knabenkapelle ihr Domizil in Dinkelsbühls historischer Stadtmühle. Aus diesem Anlass wurden deren Türen am Samstag für die Bevölkerung geöffnet. Rund 500 Gäste folgten der Einladung.

Rückblickend erzählte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer von seinem ersten Kontakt mit der Kapelle. Das war im Sommer 2003, als er die damalige Unterkunft im Obergeschoss der Jugendherberge besichtigte. Nachdem dort aber Umbaumaßnahmen anstanden, wurde die Knabenkapelle als Zwischenlösung in der alten Hauptschule untergebracht.

Bei der Suche nach Alternativen für einen dauerhaften Standort des „altehrwürdigen“ Ensembles habe man schließlich die aus dem 14. Jahrhundert stammende Stadtmühle favorisiert, sagte Hammer und erinnerte auch an damalige Bedenken wegen des Verkehrs, der Bautechnik und der Hochwassergefahr. 2500 Unterschriften – davon viele von Auswärtigen – gegen den Standort seien vorgelegen, als über diesen Vorschlag am 30. März 2011 abgestimmt wurde. Indes habe sich Florian Kern als Sprecher der Knabenkapelle klar für das neue Domizil ausgesprochen.

Nach dem positiven Beschluss habe der damalige Stadtbaumeister, Holger Göttler, eine perfekte Planung für das „herausragende Baudenkmal“ erarbeitet, so Hammer. Die historischen Einrichtungen der Mühle wie Walzenstühle, Absackmaschine und Elevator wurden restauriert und hinter Glas sichtbar in das Raumkonzept integriert. Zudem seien mit Göttlers „1-A-Planung“ schalltechnisch optimierte Probenräume, Garderoben, ein Marschier-Übungssaal und der Instrumentenraum entstanden. So sei die Stadtmühle, in der die Buben inzwischen seit Juli 2013 proben, mit Musik zu neuem Leben erweckt worden. Sie sei ein Vorzeigeobjekt der Architektur und Denkmalpflege.

Wie es weiter hieß, hat die Stadt Dinkelsbühl von den Gesamtkosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro für die Sanierung der Stadtmühle zu einem „einmaligen Schmuckstück“ einen Eigenanteil von 190.000 Euro übernommen. Die größten Fördergeber seien die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Städtebauförderung gewesen.

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Das Ensemble hat keine Nachwuchssorgen

Als „Aushängeschild Dinkelsbühls“ bezeichnete Förderervereinsvorsitzender und Chefbetreuer Dieter Meyer die Knabenkapelle. Nachwuchssorgen habe das Ensemble nicht, so Meyer, der auch durch das Haus führte. Reißenden Absatz fand zudem die Broschüre „Die Stadtmühle – seit 10 Jahren das neue Domizil der Dinkelsbühler Knabenkapelle“. Meyer hat sie zusammen mit der Stadt Dinkelsbühl herausgegeben. In ihr sind unter anderem die Einsätze der Kapelle während der zurückliegenden zehn Jahre im In- und Ausland dokumentiert.

Von den Besuchern bekamen die jungen Musiker für die schmissigen Kostproben ihres Könnens unter der Leitung von Dirigent Kilian Puff und Tambourmajor Stephan Voß reichlich Applaus. Später übernahm dann die Stadtkapelle Dinkelsbühl mit Dirigent Johannes Krauß den zweiten musikalischen Teil des Stadtmühlenfests, bei dem auch für das leibliche Wohl der Gäste reichlich gesorgt war.


Von Friedrich Zinnecker
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