Die Hohenberger sind von Elterntaxis genervt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.02.2024 19:36

Die Hohenberger sind von Elterntaxis genervt

An Hohenbergs westlichem Ortseingang brachten Anwohnerinnen und Anwohner ihren Unmut wegen des Hol- und Bringverkehrs zum und vom Waldkindergarten zum Ausdruck: Als Lösungsvorschlag hat die Stadt Herrieden ein Parkkonzept erarbeitet, das Bürgermeisterin Dorina Jechnerer und Tiefbauer Alexander Wostratzky (Fünfte und Vierter von links) den Betroffenen vorstellten. Deren ursprüngliche Anregungen seien eingearbeitet. (Foto: Peter Zumach)
An Hohenbergs westlichem Ortseingang brachten Anwohnerinnen und Anwohner ihren Unmut wegen des Hol- und Bringverkehrs zum und vom Waldkindergarten zum Ausdruck: Als Lösungsvorschlag hat die Stadt Herrieden ein Parkkonzept erarbeitet, das Bürgermeisterin Dorina Jechnerer und Tiefbauer Alexander Wostratzky (Fünfte und Vierter von links) den Betroffenen vorstellten. Deren ursprüngliche Anregungen seien eingearbeitet. (Foto: Peter Zumach)
An Hohenbergs westlichem Ortseingang brachten Anwohnerinnen und Anwohner ihren Unmut wegen des Hol- und Bringverkehrs zum und vom Waldkindergarten zum Ausdruck: Als Lösungsvorschlag hat die Stadt Herrieden ein Parkkonzept erarbeitet, das Bürgermeisterin Dorina Jechnerer und Tiefbauer Alexander Wostratzky (Fünfte und Vierter von links) den Betroffenen vorstellten. Deren ursprüngliche Anregungen seien eingearbeitet. (Foto: Peter Zumach)

Der Bring- und Holverkehr am Waldkindergarten bei Hohenberg hat sich verlagert: Brachten die Eltern ihren Nachwuchs anfangs noch zur entfernteren Bärenlochhütte, so stellen sie ihre Autos nun beim Löschwasserweiher am westlichen Ortseingang des Herrieder Stadtteils ab. Und das nervt die unmittelbaren Anwohner massiv.

Auf deren Beschwerden hin hat die Stadt inzwischen ein Parkkonzept entwickelt, das Bürgermeisterin Dorina Jechnerer jetzt zusammen mit Alexander Wostratzky von der Tiefbauverwaltung vor Ort vorstelle. Dabei erklärte die Rathauschefin, die vorab eingegangenen Anregungen der Betroffenen seien eingearbeitet.

13 Stellplätze stehen an der Bärenlochhütte zur Verfügung

Dessen ungeachtet hagelte es aber weiterhin Kritik: So forderten mehrere Anwohner, die Elterntaxis sollten künftig wieder – so wie in der Anfangszeit des Waldkindergartens vor einem Jahr – die 13 Stellplätze an der Bärenlochhütte der Alpenverein-Sektion ansteuern. Dort könnten die Kinder sicherer aus den Fahrzeugen aussteigen als am Ortseingang, den Auto- ebenso wie Radfahrer häufig mit überhöhten Geschwindigkeiten passierten.

Zusätzliche Gefahren entstünden, weil Eltern ihre Fahrzeuge undiszipliniert an Straßenrändern und Grünflächen abstellten. Und immer wieder blieben Mädchen und Buben unbeaufsichtigt, während ihre Mütter „noch ratschen“.

Störungen durch schlagende Autotüren

Dazu komme der Lärm: Das Zuschlagen von Fahrzeugtüren direkt vor ihrer Haustür reiße sie aus dem Schlaf, monierte eine Frau. Wie sie sagte, arbeitet sie im Schichtdienst und braucht ihre Ruhe mitunter auch während der Hol- und Bringzeiten.

Jedoch betonten die Anwesenden unisono, ihre Klagen bezögen sich ausschließlich auf die Verkehrsproblematik. Den Waldkindergarten selbst lehnten sie keinesfalls ab. Auch von dessen eigentlicher Geräuschkulisse mit spielenden Kindern fühlten sie sich nicht gestört.

Verwaltung hat Konzept entwickelt

Das von der Stadtverwaltung nun entwickelte Konzept für eine Lösung beinhaltet insgesamt 13 Parkplätze am Löschweiher, wobei die näher an dessen Ufer gelegenen Stellflächen – auch aus Gründen der Sicherheit – den Mitarbeiterinnen des Waldkindergartens vorbehalten sein sollen. Wie Tiefbauer Wostratzky erklärte, will die Stadt die projektierten Flächen als Schotterrasen anlegen und nicht versiegeln. Sie würden begrünt und blieben pflegeleicht.

Nach Aussage von Bürgermeisterin Jechnerer hatten Anwohner im Vorfeld des Ortstermins das Konzept schon befürwortet. Umso verwunderter zeigte sie sich, dass mehrere Anwesende den Lösungsvorschlag doch ablehnen und fordern, den Verkehr zum Waldkindergarten wieder an die Bärenlochhütte zu verlagern.

Jechnerer: Weitere Kindergruppe ist denkbar

Die Tagesstätte mit einer Gruppe für 20 Kinder gebe es seit einem Jahr, sagte das Stadtoberhaupt. Die Einrichtung im Wald auf dem Hügel nördlich von Hohenberg befinde sich in der Testphase und werde nach wie vor weiterentwickelt. So wäre bei Bedarf auch eine weitere Gruppe denkbar. Zugleich gab Jechnerer bekannt, dass der Stadtrat über den Antrag für eine größere mobile Unterkunft im Wald bewusst noch nicht entschieden habe.

Dass die Mädchen und Buben mittlerweile nicht mehr zur Bärenlochhütte, sondern zum Hohenberger Löschweiher gebracht werden, begründeten Nadine Kalmus und Julia Beckenbauer vom Elternbeirat mit dem deutlich kürzeren Weg: Müssten die Kinder die weitere, etwa einen Kilometer weite Strecke – so wie anfangs – von der DAV-Hütte laufen, gehe viel Zeit verloren. Diese fehle dann für die Umsetzung des pädagogischen Konzepts im Wald.

Das Konzept wird umgesetzt

Nachdem bei dem Ortstermin zunächst offen geblieben war, wie die Problematik endgültig gelöst werden soll, sagte Bürgermeisterin Jechnerer später auf Nachfrage, das Konzept werde umgesetzt. Schon zuvor hatte sie in Aussicht gestellt, dass der Bauhof bei günstigem Wetter umgehend mit den Arbeiten beginnen könne.

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