Sehr zufrieden zeigte sich das Triathlon-Team der Herrieder Aquathleten zum Saisonauftakt in der Bayernliga. Angesichts der starken Konkurrenz wusste es sich mit Platz neun zu behaupten.
Das Gelände des Schätzlerbads in Weiden bildete traditionell den sportlichen Rahmen der Auftaktveranstaltung. Dort traten neben der Landesliga auch die Mannschaften der Regional- und Bayernliga zum Supersprint an, der sich in zwei Wettkämpfe unterteilte. Für die Herrieder gingen Tobias Danzer, Tobias Keilwerth, Andreas Lassauer und Tobias Müller an den Start.
Die neue Sportordnung, die an den Vorgaben des Welt-Triathlonverbands angelehnt ist, sorgte für ein Novum: Bei den Eliterennen wird nicht nur die Wasser-, sondern nun auch die Außentemperatur gemessen. Werte knapp über dem Gefrierpunkt am frühen Morgen führten dazu, dass der erste Schwimmstart im Becken und sogar mit Neoprenanzug stattfand. Hier wurden die Athleten im Abstand von 10 Sekunden auf die 350 m lange Schwimmdistanz geschickt, ehe es auf die Radstrecke über 10 km ging. Alle vier Aquathleten fanden im Wasser ihren Rhythmus und waren mit ihren Schwimmleistungen zufrieden.
Auf der Radstrecke waren Schnitte von 40 km/h trotz Windschattenverbots keine Seltenheit. Auch auf der knapp 2 km langen Laufstrecke wurde hohes Tempo angeschlagen: Alle Herrieder liefen deutlich unter vier Minuten pro Kilometer. Müller finishte den Prolog als schnellster Aquathlet in 28:14 min, Danzer folgte mit 28:52 min vor Keilwerth (29:42) und Lassauer (29:56). In der Zwischenbilanz, bei der die Durchschnittszeit aller Mannschaftsmitglieder grundlegend ist, belegten die Herrieder Rang 10.
Am Nachmittag und entsprechend der Zwischenwertung sprangen die vier Aquathleten beim Jagdstart gemeinsam mit knapp 2:00 min Rückstand auf das schnellste Team vom TV Erlangen als Zehnte ins Wasser. Dieses Mal wurde im Badesee des Schätzlerbads geschwommen. Nun war Teamarbeit gefragt, da die vier Mannschaftsmitglieder zusammenbleiben mussten.
Bei der anschließenden Radrunde wurde als Team im Windschatten gefahren. Die Herrieder praktizierten erfolgreich den „Belgischen Kreisel“. Gemäß Reglement durfte nun ein Teammitglied „verloren“ gehen. Wie sich bereits in der Trainingseinheit zu Wochenbeginn angebahnt hatte, musste Tobias Keilwerth dem hohen Tempo von deutlich über 40 km/h Tribut zollen. Er unterstützte seine Teammitglieder bis zur Hälfte der Strecke und schied anschließend aus.
Beim abschließenden Lauf folgten erbitterte Positionskämpfe mit den Teams aus Forchheim und Weilheim. Alle drei Mannschaften lagen nur jeweils wenige Sekunden voneinander entfernt, sodass das Rennen Spannung bis zum Schluss garantierte. Auf der 3,1 km langen Strecke liefen Danzer, Lassauer und Müller mit einer Pace von gut 3:40 min pro Kilometer und benötigten 11:33 min. Letztendlich gelang es den Aquathleten, bei der Mannschaftsverfolgung einen Platz gutzumachen, sodass sie nach 36:34 min auf dem 9. Platz finishten.
Angesichts der starken Konkurrenz mit Teams, die teilweise Starter mit Bundesligaerfahrung hatten, waren die Herrieder mit ihrer Leistung sehr zufrieden. Siegreich an diesem Tag war die Vertretung des TV Erlangen. Der nächste Wettkampf findet Mitte Juli in Hof mit einem Doppelwettkampf statt.