In der Dombachstraße in Ansbach haben die Vorbereitungsarbeiten für die Umgestaltung zu einer Fahrradstraße begonnen.
Im Rahmen des Umbaus werden verschiedene bauliche Maßnahmen umgesetzt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs weiter zu reduzieren, teilte Anne Ziegler von der Stadtverwaltung auf Anfrage der FLZ mit.
Derzeit gelten in der Dombachstraße unterschiedliche Verkehrsregelungen. Ganz unten und am oberen Ende sind Tempo-30-Zonen eingerichtet. Dazwischen liegt eine Spielstraße, in der eigentlich nur Schritttempo gefahren werden darf. Anwohner beklagen jedoch seit langem, dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen von vielen Autofahrerinnen und -fahrern nicht eingehalten werden.
Deswegen hatten sie sich an die Stadt mit der Bitte gewandt, für eine stärkere Verkehrsberuhigung zu sorgen. Nach langem Hin und Her hatte sich der Stadtrat dafür entschieden, die ganze Dombachstraße zu einer Fahrradstraße zu machen.
Bei vielen Bewohnerinnen und Bewohnern der Dombachsiedlung stößt dieser Beschluss aber auf Skepsis: zum einen, weil dann die Rechts-vor-links-Regelung wegfällt, die die Pkw-Fahrer zumindest zum Bremsen an den Kreuzungen bewegt, zum anderen, weil in der Fahrradstraße Tempo 30 gilt, also deutlich mehr als aktuell in der Spielstraße. Autofahrer sind auf der Fahrradstraße zwar erlaubt, dürfen die Radfahrer aber weder gefährden noch behindern.
Damit die Geschwindigkeit tatsächlich gedämpft wird, werden die Stellplätze künftig wechselseitig auf der Fahrbahn angeordnet. Dies sei ein „bewährtes Mittel”, erklärte Anne Ziegler. Außerdem wird die Fahrbahn auf das „verkehrstechnisch notwendige Maß” verschmälert. In Teilbereichen werden die bestehende Baumbeete vergrößert, sodass die Bäume mehr Platz im Wurzelbereich erhalten. Daran wird momentan gearbeitet. Dafür sind einige Parkplätze zeitweise gesperrt.
Auch im bisherigen verkehrsberuhigten Bereich, also der Spielstraße, werden die Stellplätze neue geordnet, sodass der bestehende Gehwegbereich „künftig als solcher nutzbar ist”. Damit spielt die Stadt-Sprecherin auf die Tatsache an, dass aktuell in der Spielstraße oft außerhalb der markierten Stellplätze direkt am Straßenrand geparkt wird, sodass Fußgänger häufig auf die Fahrbahn ausweichen müssen.
Die Gesamtkosten für die Errichtung der Fahrradstraße einschließlich der Beschilderung betragen laut der Mitteilung der Stadt etwa 112.000 Euro.