Die Defensive ist beim SV Gutenstetten das große Sorgenkind | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.12.2025 11:30

Die Defensive ist beim SV Gutenstetten das große Sorgenkind

Gero Kölz (hier im Spiel gegen den TSC Neuendettelsau) konnte beim SVG Steinachgrund positiv überraschen. (Foto: Martin Rügner)
Gero Kölz (hier im Spiel gegen den TSC Neuendettelsau) konnte beim SVG Steinachgrund positiv überraschen. (Foto: Martin Rügner)
Gero Kölz (hier im Spiel gegen den TSC Neuendettelsau) konnte beim SVG Steinachgrund positiv überraschen. (Foto: Martin Rügner)

„Die zweite Saison ist immer die schwerste”. Sagt man jedenfalls beim Fußball. Am Beispiel des SVG Steinachgrund trifft dies uneingeschränkt zu. Nach dem Aufstieg als Bezirksligameister platzierte er sich in der Landesliga Nordost der Spielzeit 2024/25 auf dem 9. Rang. Eine Saison später ist er zur Winterpause nur Tabellenzwölfter.

Als Beleg für die Wankelmütigkeit des SV Gutenstetten dient das letzte Spiel vor Weihnachten. 4:1 führte er am 28. November gegen den Tabellendritten SpVgg Jahn Forchheim bereits zur Pause, am Ende hieß es 5:5. Wie immer im bisherigen Rundenverlauf kam viel zusammen in diesem Spiel: ein nach wie vor angeschlagener Torjäger Dustin Lunz, der zur 2. Halbzeit nicht mehr auflaufen konnte und eine Gelb-Rote Karte gegen Tobias Gröger in der 50. Minute. „Wenn wir diese Gelb-Rote nicht kassieren, gewinnen wir das Spiel”, ist sich SVG-Trainer Thomas Guter in der Nachbetrachtung sicher.

Gravierende Unterschiede zur Vorsaison

In den bisherigen 22 Saisonspielen holte der SVG nur 24 Punkte, erzielte bescheidene sechs Siege, spielte sechsmal unentschieden und kassierte zehn Niederlagen. Die Unterschiede zur Vorsaison sind gravierend. In der Runde 24/25 hatten die Steinachgründer bis zur Winterpause in 23 Spielen schon 38 Punkte eingesammelt – also 14 Zähler mehr als heuer. Als Tabellensiebter war der Klassenerhalt quasi vor Weihnachten schon unter Dach und Fach.

Auch heuer wollte SVG-Coach Guter bis zur Winterpause ein stattliches Polster zu den gefährdeten Tabellenregionen vorweisen können. Dies ist nicht gelungen. Auf dem ersten Relegationsrang ist aktuell der TSV Weißenburg als Tabellenfünfzehnter mit 20 Punkten in 21 Spielen notiert. Steinachgrund hat bei 22 absolvierten Partien nur vier Punkte mehr.

Die Heimschwäche von Gutenstetten fällt ins Auge

Ins Auge fällt heuer die Heimschwäche des SVG: In 12 Spielen vor eigenem Publikum konnten nur drei Begegnungen siegreich gestaltet werden. Sechsmal ging er als Verlierer vom Platz, dreimal wurde unentschieden gespielt. Dies alles bei einem negativen Torverhältnis von 24:37. „Das ist mir auch ein Rätsel, es gibt viele Fragen, aber noch keine schlüssigen Antworten. Vielleicht liegt es auch am mangelnden Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft”, mutmaßt der Trainer. In der Heimtabelle reicht es somit nur zu Rang 14. Vier Plätze besser steht der SVG in der Auswärtstabelle. In der Fremde wurden in zehn Spielen bei einem Torverhältnis von 15:19 ebenfalls 12 Punkte geholt (3 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen).

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Ein großes Problem beim SVG ist die Absicherung des eigenen Tores. 56-mal musste der Ball schon aus dem eigenen Kasten geholt werden. Nur zwei Mannschaften in dieser Liga haben noch mehr Treffer kassiert: der TSV Burgebrach 57 und Schlusslicht FC Vorwärts Röslau 59. Am Torwart kann es nicht liegen: Daniel Himmrich zählt als einer besten seines Fachs in der Nordost-Gruppe. „Wir hatten zu viele Schwankungen im Team, die Konstanz fehlte. Dann leisteten wir uns zu viele dumme Fouls. Es führt kein Weg daran vorbei: In den restlichen Saisonspielen müssen wir wieder disziplinierter auftreten”, weiß Guter, wo er den Hebel ansetzen muss.

Der Saisonbeginn verlief unrund

Nach wie vor lange ausfallen wird Yuri Meleleo, der nach seiner Knie-OP wohl frühestens Anfang 2027 wieder erste Gehversuche als Fußballer machen kann. Abgemeldet beim SVG hat sich Daniel Vanni Acuna. Dabei war der Kolumbianer erst vor dieser Saison von der SpVgg Hüttenbach in den Steinachgrund gewechselt.

Unrund lief es beim SVG von Saisonbeginn an. Aus den ersten zehn Spielen resultierten nur drei Siege, fünfmal wurde verloren, zweimal unentschieden gespielt. Noch schlechter fiel die Bilanz aus den letzten zehn Partien zum Jahresschluss aus: nur ein Sieg (2:0 beim TSV Nürnberg Buch), fünf Niederlagen, vier Unentschieden. Bei all den Negativbilanzen gibt es aber auch Lichtblicke: Neuzugang Luka Odobasic (kam vom Kreisligisten Hajduk Nürnberg) hat ebenso positiv überrascht wie der aus der eigenen U19 aufgerückte Gero Kölz.

Kader-Auffrischung durch Neuzugänge

Am 26. Januar 2026 ist wieder Trainingsauftakt auf dem Platz in Gutenstetten. Dann stoßen auch ein paar Neuzugänge zum Kader. Drei stehen fest: Tim Gembruch von der U19 der SpVgg Ansbach II. Der 17-jährige Perspektivspieler war in der D-Jugend schon mal in Gutenstetten. Auch Leon Uhrlau, zuletzt ESV Ansbach-Eyb, hat in der Jugend des SVG eine Vergangenheit. Din Kolenovic, ehemals U19 SpVgg Ansbach, kommt vom Liga-Rivalen TSV Nürnberg Buch. Der Konkurrenzkampf wird zumindest ein bisschen angeheizt.

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