Die CSU Wilhermsdorf schickt Patrizia Fierus ins Rennen | FLZ.de

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Die CSU Wilhermsdorf schickt Patrizia Fierus ins Rennen

Bürgermeisterkandidatin Patrizia Fierus, flankiert vom Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz (links) und dem amtierenden Bürgermeister von Wilhermsdorf Uwe Emmert (rechts), bei ihrer Vorstellung. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Bürgermeisterkandidatin Patrizia Fierus, flankiert vom Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz (links) und dem amtierenden Bürgermeister von Wilhermsdorf Uwe Emmert (rechts), bei ihrer Vorstellung. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Bürgermeisterkandidatin Patrizia Fierus, flankiert vom Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz (links) und dem amtierenden Bürgermeister von Wilhermsdorf Uwe Emmert (rechts), bei ihrer Vorstellung. (Foto: Heinz Wraneschitz)

„Es ist keine Zeit für Versuche. Deshalb haben wir eine Kraft mit Erfahrung, Vorwärtsblick und Wissen gesucht und mit Patrizia Fierus die richtige Kandidatin gefunden“, betonte Bürgermeister Uwe Emmert in der Nominierungsversammlung der Wilhermsdorfer CSU. Er empfahl seine Parteifreundin als seine Nachfolge-Kandidatin.

Die anwesenden Mitglieder folgten dann auch dem einzigen Wahlvorschlag einstimmig. Seit 2023 ist Fierus bei der CSU. Etwa ein Jahr zuvor war sie in die Verwaltung des Marktes gekommen: als vorgesehene Nachfolgerin des langjährigen Gemeindekämmerers. Diese Aufgabe hat sie seit gut zwei Jahren inne.

„Zahlen sind mein Hobby“, sagt Fierus auf Nachfrage. Das bestätigt ihr Werdegang: Nach Abschluss der Wirtschaftsschule begann sie eine Lehre als Verwaltungsfachangestellte im Landratsamt Fürth. Danach arbeitete sie in der Landkreis-Kasse, bildete sich zur Verwaltungsfachwirtin weiter, war zuletzt Kassenverwalterin in der Verwaltungsgemeinschaft Aurach. Aber sie ergänzt: „Willmerschdorf is mei Gmaa!“

In Kirchfarrnbach geboren und geblieben

Patrizia Fierus (35) ist im Ortsteil Kirchfarrnbach geboren, wo sie auch mit ihrer Familie lebt – mit Ehemann und ihrem siebenjährigen Sohn. „Mein Mann unterstützt mich – ohne die Familie im Hintergrund geht es nicht.“ Außerdem habe sie „Politik schon immer mitbekommen: Mein Opa war in dieser früher selbstständigen Gemeinde Bürgermeister“. Und dort ist sie bis heute engagiert, zum Beispiel bei der Feuerwehr.

Als mögliche Bürgermeisterin könne sie „nicht nur verwalten, sondern selbst mitgestalten“, nennt sie den Hauptgrund, für den Posten zu kandidieren. Angst hat sie offensichtlich keine vor den von Amtsinhaber Emmert genannten „herausfordernden Zeiten für die Kommune“. Damit meinte er die aktuell schwierigen finanziellen Aussichten genauso wie die begonnenen millionenschweren Großprojekte Gewerbe- und Wohngebiet West sowie Schulzentrum.

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Der CSU-Ortsvorsitzende Ulrich Knorr hatte zu Beginn Uwe Emmert für seinen bislang „elfjährigen Beitrag zur Verbesserung der gemeindlichen Verhältnisse wie auch der der Bürgerschaft“ gelobt. Für die potenzielle Nachfolgerin bat er die örtlichen Parteimitglieder um einen „Vertrauensvorschuss“ für den „ab sofort“ beginnenden Wahlkampf. Dem Wunsch folgten denn auch alle Anwesenden. Denn von 42 abgegebenen Stimmen war nur eine ungültig – auf allen anderen Zetteln war der Name Patrizia Fierus angekreuzt.

Gute Chancen für Fierus’ Wahlerfolg sieht auch der CSU-Landtagsabgeordnete Werner Stieglitz. Der hatte als Wahlleiter fungiert und nannte hinterher Fierus „eine Kandidatin mit dem Herz am rechten Fleck und mit dem richtigen Rüstzeug als Kämmerin“. Denn auch Emmert habe „damals bewiesen, dass man auch als politischer Neuling etwas erreichen kann“. Der jetzige Ortschef war zuvor nie im Gemeinderat vertreten, hatte noch nicht einmal Verwaltungserfahrung gehabt.

Fierus will „den Zusammenhalt in der Gemeinde vorantreiben“ und deshalb „mit eurer Unterstützung gemeinsam anpacken für Wilhermsdorf“. Dafür wünschte auch der Roßtaler CSU-Bundestagsabgeordnete (MdB) Tobias Winkler der Kandidatin viel Glück.


Von Heinz Wraneschitz
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