Die Brückenarbeiten bei Gutenstetten starten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.07.2025 08:01

Die Brückenarbeiten bei Gutenstetten starten

Marode Brücke im Regen: Die Tage des Bauwerks über die Aisch bei Gutenstetten sind gezählt. (Foto: Christa Frühwald)
Marode Brücke im Regen: Die Tage des Bauwerks über die Aisch bei Gutenstetten sind gezählt. (Foto: Christa Frühwald)
Marode Brücke im Regen: Die Tage des Bauwerks über die Aisch bei Gutenstetten sind gezählt. (Foto: Christa Frühwald)

Die Aischbrücke nahe dem ehemaligen Gutenstettener Bahnhof ist marode. Der Zahn der Zeit hat an dem Bauwerk genagt. Ein Neubau soll es werden, die hierfür nötigen Arbeiten starten am Montag, 28. Juli. Wohl ab dem 18. August muss die Staatsstraße dann gesperrt werden.

Die Bestandsbrücke war 1954 gebaut und 1982 noch einmal generalsaniert worden. „Da jedoch die Schäden an der Bausubstanz immer gravierender wurden und das jetzige Bauwerk auch in Bezug auf Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit Mängel aufweist, wurde beschlossen, die Brücke neben der Bestehenden zu erneuern”, informiert das Staatliche Bauamt Ansbach.

Mehr Verkehrssicherheit auch für Radfahrer

Die Behörde sieht in dem Schritt eine deutliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, „da man die sehr enge Kurve vor der Brücke aufweitet und die Sichtverhältnisse verbessert”. Zudem entsteht ein modernen Geh- und Radweg auf der Brücke sowie eine „barrierefreie Kreuzung der Staatsstraße mit dem Radweg entlang der Aisch unter der Brücke”. Mehr Verkehrssicherheit also auch für Radfahrer.

Bis Ende September 2026 sollen die Betonarbeiten für die neue Brücke abgeschlossen sein. „Anschließend wird die Staatsstraße an das neue Bauwerk angeschlossen und die alte Brücke abgebrochen”, so das Staatliche Bauamt. „Während der Bauarbeiten bleibt der Verkehr mit geringfügigen Einschränkungen auf dem bestehenden Bauwerk möglich.”

Ab Mitte August – der Gutenstettener Bürgermeister Gerhard Eichner nannte in der Ratssitzung den 18. August als möglichen Termin – muss die Staatsstraße für rund drei Wochen komplett gesperrt werden, „um Platz für das neue Brückenwiderlager im engen Bereich an der Bahnhofstraße zu schaffen”. Wann genau es tatsächlich losgeht, will das Staatliche Bauamt noch ankündigen.

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Weiträumige Umleitung für Schwerlastverkehr

„Gutenstetten ist in diesem Zeitraum nicht direkt von der B470 aus erreichbar”, sagte Eichner in der Sitzung. Die Umleitung für Autofahrer erfolgt über Pahres und Reinhardshofen und werde ausgeschildert. Der Schwerlastverkehr werde weiträumig umgeleitet. Der Radbeauftragte der Gemeinde, Norbert Reinzuch, warnte davor, dass die Gemeindeverbindungsstraße zwischen dem Diespecker Ortsteil Stübach und Gutenstetten womöglich als Schleichweg genutzt werde – „das ist so sicher wie das Amen in der Kirche”.

Jener Weg sei sehr schmal und werde von Fußgängern und Radfahrer stark frequentiert. Reinzuch befürchtete, dass bei Überholvorgängen Autofahrer sicherlich keine anderthalb Meter Abstand halten. Eichner berichtete, dass jene Ortsverbindungsstraße vorher befahren werde, um später – „sollten Schäden auftauchen” – diese zuordnen zu können. Ganz sperren könne er die Trasse aber nicht, obwohl Ursula Pfäfflin Nefian darin eine „sehr gefährliche Geschichte” sieht. Bei normalem Verkehr sei die Straße eigentlich schon viel zu eng.

Die Gesamtkosten für den Aischbrücken-Neubau samt Straßenanbindung, Radweg und Abbruch des Bestandsexemplars belaufen sich laut Staatlichem Bauamt auf rund 8,4 Millionen Euro und werden vom Freistaat getragen.

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