Die AWO-Kita in Heilsbronn als „Leuchtturm-Projekt“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.09.2023 10:33, aktualisiert am 25.09.2023 19:51

Die AWO-Kita in Heilsbronn als „Leuchtturm-Projekt“

Zur Einweihung pflanzten (von links) AWO-Vertreterin Anja Kohles, Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Kita-Leiterin Yvonne Große symbolisch zwei Obstbäume. (Foto: Eckard Dürr)
Zur Einweihung pflanzten (von links) AWO-Vertreterin Anja Kohles, Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Kita-Leiterin Yvonne Große symbolisch zwei Obstbäume. (Foto: Eckard Dürr)
Zur Einweihung pflanzten (von links) AWO-Vertreterin Anja Kohles, Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Kita-Leiterin Yvonne Große symbolisch zwei Obstbäume. (Foto: Eckard Dürr)

Als einen „wunderbaren Moment“ für seine Stadt bezeichnete Heilsbronns Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer die Feier im Gewerbegebiet am östlichen Stadtrand. Dort wurde die neue „AWO-Kita“ eingeweiht. Die achtgruppige Tagesstätte bezeichnete der Bürgermeister als „Leuchtturm-Projekt“, mit dem auf absehbare Zeit in der Stadt ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung stehen werden.

Für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ober- und Mittelfranken ist die Heilsbronner Einrichtung die 25. Tagesstätte in ihrer Trägerschaft. Das Bauwerk sei „ganz toll gelungen“ und biete hervorragende Bedingungen zur Betreuung und Erziehung der Kinder, betonte Anja Kohles vom AWO-Bezirksverband. Hier könne das pädagogische Konzept, den Kindern Werte zu vermitteln und sie zu stärken, sehr gut umgesetzt werden. Die Leiterin der Tagesstätte Yvonne Große nannte die Demokratiebildung als wichtiges Erziehungsziel. „Demokratie muss gelernt und eingeübt werden“, sagte sie.

„Intensive Diskussionen” um den Standort

In seiner Rede vor geladenen Gästen ging Bürgermeister Pfeiffer auf die kurze Baugeschichte der Kita ein. Verwaltung und Stadtrat seien bei Planung und Entscheidungen „unter Strom“ gestanden. Um den Standort habe es „intensive Diskussionen“ gegeben, eine hohe, aber zeitlich begrenzte Bundesförderung habe die Stadt unter Druck gesetzt. „Wir haben gute Entscheidungen getroffen“, resümierte Pfeiffer. Alle hätten mitgeholfen, dass das Werk in Sachen Kosten und Zeitplan nahezu punktgenau vollendet werden konnte: Bauverwaltung, Behörden, Planer und Handwerker. Auch mit der AWO als Betreiber sei die Zusammenarbeit schon in der Planungs- und Bauphase „toll“ gewesen.

So viele Kinder wie nie zuvor

Mit 8,47 Millionen Euro sind die Baukosten gegenüber der Schätzung lediglich um 170.000 Euro gestiegen. Nach Fördermitteln von Bund und Land sowie der KfW-Bank musste die Stadt aus eigenen Mitteln 3,585 Millionen Euro aufwenden. Das Geld sei gut investiert, so der Bürgermeister. Denn „ohne Kinder gibt es keine Zukunft“. Derzeit liege ein Investitionsschwerpunkt der Stadt auf den Bildungseinrichtungen. Auch die beiden Grundschulen würden saniert und erweitert. Nach seinen Angaben leben mit 650 Mädchen und Buben bis zu sechs Jahren so viele Kinder in Heilsbronn wie nie zuvor.

Als „gut gelungenes Werk“ bezeichnete Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Tagesstätte, die „vorausschauend etwas größer gebaut“ worden sei als aktuell notwendig. Von den 60 Plätzen in der Krippe sind noch acht Plätze frei, von den 75 Plätzen für Kinder über drei Jahre noch 45.

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Holzbauweise mit Zellulose- und Hanfdämmung

Das Bauwerk ist laut Architektin Pia Regner „hoch energieeffizient“ dank Holzbauweise mit Zellulose- und Hanfdämmung. Eine Solaranlage auf dem Dach sorge dafür, dass mehr Energie erzeugt wird als das Gebäude für Wärmepumpen und Lüftungsanlage verbraucht. Die Architektin dankte „dem „entscheidungsfreudigen Bauherrn“ und den Firmen, die „gutes regionales Handwerk“ abgeliefert hätten. Sie sei überzeugt, dass das Bauwerk eine gute Grundlage für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit sei.

Die Resonanz der vergangenen Wochen habe gezeigt, dass „wir in Heilsbronn willkommen sind“, sagte Kita-Leiterin Große. Ähnlich äußerte sich Ludger Lütkehermölle als Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Heilsbronn. „Wir verstehen uns als Fördervereine für diese Kita“, betonte er auch im Namen von Petra Strattner, seiner Vorstandskollegin im Ortsverein Bürglein. „Es gibt immer Wünsche, die der Träger nicht erfüllt“, erinnerte Kreisvorsitzender Peter Sauer. Die beiden Fördervereine spendeten der Kita nicht nur einen Kaffeevollautomaten, sondern beteiligten sich auch tatkräftig beim Einweihungsfest.


Von Eckard Dürr
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