Für den Umbau des Windelsbacher Pfarrhauses zur Gemeindeverwaltung ist die Auftragsausschreibung positiv verlaufen, teilte Bürgermeister Werner Schuster im Ratsgremium mit. Zu allen Gewerken, den Baumeister-, Schreiner-, Stahlbau-, Fliesen- und Metallarbeiten, habe es eine gute Beteiligung gegeben.
Das Pfarramt werde für die Zeit des Umbaus in den bisherigen Sitzungssaal der Kommune wechseln. Der Gemeinderat verlege seine Zusammenkünfte dann im Wechsel in die Ortsteile, erläuterte der Bürgermeister. In diesem Zusammenhang solle auch das Inventar des Sitzungssaals überprüft werden. Ein Teil der Möbel sei über 50 Jahre alt, weshalb im Hinblick auf den Umzug zu überlegen sei, ob bestimmtes Mobiliar, etwa die Stühle, ersetzt werden sollte.
Weiterhin befasste man sich mit der Evaluierung der Grüngutannahme. Im vergangenen Jahr wurde für den Bauhof ein eigener Grüngutcontainer angeschafft, der von der Bevölkerung gut angenommen wurde. Insgesamt musste der Container dreimal geleert werden, wofür Entsorgungskosten in Höhe von 880 Euro anfielen. Demgegenüber standen Einnahmen aus Gebühren in Höhe von 470 Euro. Eine vollständige Kostendeckung sei damit nicht zu erreichen, stellte Bürgermeister Schuster fest.
Vor diesem Hintergrund regte er an, die Gebühr für Mindermengen von bislang zwei auf künftig drei Euro anzuheben. Für größere Mengen, die über das Volumen einer Schubkarre hinausgehen, solle die Gebühr weiterhin bei sechs Euro bleiben. Das Gremium folgte dem Vorschlag des Rathauschefs und stimmte der Anpassung einstimmig zu. In diesem Zusammenhang dankte Schuster den Mitarbeitern, die die Grüngutannahme ehrenamtlich durchgeführt hatten.
Weiter wurde über die Anschaffung eines weiteren Salzsilos diskutiert. Ziel sei es, stets über ausreichend Streusalz zu verfügen, wobei unabhängig vom tatsächlichen Winterverlauf regelmäßig nachgekauft werden müsse. Im vergangenen Jahr sei man zwar gut in die Saison gestartet, jedoch sei das vorhandene Silo bereits an Weihnachten leer gewesen, sodass zweimal nachbeschafft werden musste.
Bürgermeister Schuster schlug daher die Anschaffung eines zweiten Salzsilos vor. Ein Silo fasst 50 Tonnen Streusalz, der jährliche Verbrauch liege bei etwa zwei bis drei Silofüllungen. Die Kosten für ein gebrauchtes Silo bezifferte er auf rund 7000 Euro. Den Preis für ein neues Silo wolle er als Entscheidungsgrundlage in einer der kommenden Sitzungen vorlegen.
Intensiv diskutiert wurde auch der künftige Umgang mit den Osterfeuern sowie die hierfür geltenden Regeln. Ziel sei es, auch weiterhin einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Der bislang eingeschlagene Kurs, die Osterfeuer jeweils von einer verantwortlichen Person betreuen zu lassen, solle beibehalten werden. Die Anlieferung des Materials soll erneut 14 Tage vor Ostern möglich sein. Für jeden Ortsteil werde ein „Kümmerer“ benannt, der auch darauf achtet, dass der Platz nach dem Osterfeuer wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wird.
Darüber hinaus wolle man nochmals eindringlich darauf hinweisen, dass ausschließlich Reisig und unbehandeltes Holz angeliefert werden dürfen. Im Gremium wurde hierzu ausführlich diskutiert. Einerseits wolle man den Bürgerinnen und Bürgern vertrauen, andererseits herrschte Einigkeit darüber, dass es künftig kein Osterfeuer mehr geben werde, sollte diese Tradition von Einzelnen als Müllentsorgungsmöglichkeit missbraucht werden.
Im nächsten Gemeindebrief soll zudem darum gebeten werden, die anfallende Asche abzufahren und fachgerecht zu entsorgen. In diesem Zusammenhang werde man sich auch mit der Feuerwehr als verantwortlichem Verein abstimmen. Im vergangenen Jahr hätten sich die Bürgerinnen und Bürger im Wesentlichen an die Vorgaben gehalten, so Bürgermeister Schuster abschließend.
Zum Bauvorhaben „Erneuerbare Energien Cadolzhofen“, der Erweiterung der Biogasanlage nördlich von Cadolzhofen, nahm das Gremium die eingegangenen Stellungnahmen zur Kenntnis. Die Satzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans wurde schließlich bei einer Enthaltung beschlossen.
Für die Kommunalwahl am 8. März werden als Wahlleiter Stephan Leidenberger und Alexander Fohrer als sein Stellvertreter bestimmt. Für die Briefwahl sind Matthias Malessa und stellvertretend Michael Preeg verantwortlich. Zu einer Bürgerbeschwerde nahm der Bürgermeister Stellung. Die Gemeinde sei bemüht, die Straße zum Karrach, einer abgelegenen Einöde, trotz der schwierigen Bedingungen möglichst sauber zu halten.
Insbesondere der Winterdienst gestalte sich dort sehr anspruchsvoll, da die Straße mitten durch ein Waldgebiet führe. Auch die Beförderung der Schülerinnen und Schüler stelle in den Wintermonaten eine große Herausforderung dar. Für dieses Problem habe man inzwischen jedoch eine tragfähige Lösung gefunden, so der Bürgermeister.