Neue Menschen kennenlernen und noch tiefer in die Wein-Materie eintauchen – das erhofft sich die 18-jährige Selina Steinmüller von dem Amt als neue Ipsheimer Weinkönigin. Besonders freut sich die Oberndorferin auf Veranstaltungen in der Region.
Als der örtliche Weinbauverein auf Selina Steinmüller zugekommen war, um zu fragen, ob sie das Amt übernehmen mag, nahm sich die 18-Jährige bewusst Zeit, um darüber nachzudenken. Auch, weil die Ausbildung zur Erzieherin, die sie gerade absolviert, sehr zeitintensiv sei. Und auch ihre Freizeit ist gut gefüllt, ist Steinmüller doch beim Ipsheimer Fasching aktiv, trifft gerne ihre Freunde, geht spazieren oder dreht eine Runde mit dem Hund. Gut zu sprachen ihr ihre Chefin und ihre Amtsvorgängerin Lara Schönleben.
Letztlich entschied sich die Oberndorferin dann doch dafür, „weil es bestimmt eine schöne Zeit wird”. Ein Jahr mit vielen spannenden Begegnungen wünscht sich Selina Steinmüller. Auch hofft sie, an der Aufgabe zu wachsen und sich selbst weiterzuentwickeln. Ihr Wissen über Wein will die 18-Jährige, die nebenbei in der Vinothek des Weinguts Kreiselmeyer arbeitet, erweitern und vertiefen. Vorgängerin Lara Schönleben berichtete ihr zudem davon, dass sie in ihrer Amtszeit auch neue Freundschaften geschlossen habe.
Den Weinbau selbst hat die frisch gebackene Weinhoheit von Kindesbeinen an mitbekommen. Ihr Großvater startete damit, mittlerweile haben Steinmüllers Eltern, die ihrer Tochter die volle Unterstützung zugesagt haben, übernommen und bewirtschaften einen Weinberg mit neun Rebsorten in der Nähe des Bewirtungshauses. Trauben für Silvaner und Müller-Thurgau wachsen dort. Geliefert wird an das Weingut an der Steige in Mailheim.
Früher als Kind half Steinmüller regelmäßig im Weinberg mit. Besonders erinnert sie sich noch an das gemeinsame Essen nach der geleisteten Arbeit. „Das war eine gute Teamarbeit. Und die ist auch wichtig.”
Besonders freut sich Selina Steinmüller, die sich selbst als heimatverbunden beschreibt, auf die Veranstaltungen in Ipsheim, bei denen sie präsent sein wird, aber auch auf das Nenzenheimer Weinfest. Privat besuchte sie letzteres bereits. „Es ist bestimmt spannend und interessant, das mal von der anderen Seite zu erleben.” Sehr aufgeregt war sie indes bei der Krönung, als sie die Bühne betrat. „Die Krönung ging dann aber eigentlich wie im Flug vorbei.”
Großartig vorbereiten will sich Selina Steinmüller auf das Amt nicht. „Ich lasse es auf mich zukommen.” Bei Fragen stehen ihr Lara Schönleben und der Weinbauverein stets zur Seite, sagt die Oberndorferin. „Deshalb bin ich da sehr zuversichtlich.”
Wie ihr Königinnenwein schmecken soll, ist derweil noch nicht final entschieden. „Die Tendenz geht aber zu Bacchus feinfruchtig.”