Das Klinikum Nürnberg übernimmt zum 1. Januar 2027 die von Diakoneo geführte Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik. Der Sozialkonzern aus Neuendettelsau hatte sich seit Monaten um einen Verkauf des Krankenhauses in Nürnberg bemüht.
Wie es in einer Pressemitteilung von Diakoneo heißt, sei ein nahtloser Übergang geplant. Schon 2026 soll das Klinikum Nürnberg schrittweise in den Betrieb integriert werden. „Unser Anspruch ist klar: Kinder, Jugendliche und Familien sollen in Nürnberg jederzeit bestmöglich versorgt werden”, lässt sich Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König in dem Schreiben zitieren. Mit rund 3000 Geburten im Jahr und weiteren Behandlungen sei die Klinik Hallerwiese ein wichtiger Baustein in Nürnbergs Gesundheitsversorgung.
Der wirtschaftlich angeschlagene Konzern Diakoneo hatte sich im Rahmen eines Transformationsprozesses auferlegt, sich vom Klinikgeschäft zu trennen. So wurden bereits das Krankenhaus in Neuendettelsau geschlossen und weitere Einrichtungen verkauft. An der Rangauklinik in Strüth will Diakoneo wiederum überraschend doch festhalten.
Im Fall des Verkaufs der Klinik Hallerwiese seien die rechtlichen und finanziellen Fragen nun im Dezember geklärt worden. Laut Diakoneo fehlt nur noch ein positives Sanierungsgutachten. Wenn dieses im Januar 2026 vorliegt, soll der Nürnberger Stadtrat über finanzielle Absicherungen des Klinikums Nürnberg entscheiden. Über die Konditionen schweigen sich die beteiligten Parteien aus.
Durch die Übernahme entstehe „bundesweit eine der größten Geburtskliniken und einer der größten Versorger in der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Kinder- und Jugendchirurgie”, heißt es.